Enttäuschung bei Fantasy-Fans: Winds of Winter-Leak entpuppt sich als falsches Gerücht
Winds of Winter-Leak entpuppt sich als falsches Gerücht

Enttäuschung bei Fantasy-Fans: Winds of Winter-Leak entpuppt sich als falsches Gerücht

Am Wochenende verbreitete sich unter den Anhängern von Game of Thrones ein aufregendes Gerücht wie ein Lauffeuer. Ein angeblicher Leak behauptete, dass The Winds of Winter, der lang ersehnte sechste Band von George R.R. Martins epischer Fantasy-Saga Das Lied von Eis und Feuer, kurz vor der Veröffentlichung stehe – und das noch in diesem Jahr. Die anfängliche Euphorie wich jedoch schnell der Ernüchterung, als der amerikanische Verlag Bantam Books klarstellte, dass an den Gerüchten nichts dran sei.

Verlag dementiert die Spekulationen

Ein Sprecher des Verlags erklärte gegenüber Entertainment Weekly eindeutig: „Die Gerüchte, die derzeit online über einen angeblichen Leak kursieren, sind falsch.“ Ausgelöst worden war die Diskussion durch einen Screenshot eines anonymen Accounts auf X, der sich rasend schnell verbreitete. Darin war von einer geheim geplanten Veröffentlichung samt baldiger Ankündigung die Rede. Viele Fans, die nach Jahren des Wartens nur zu gern daran glauben wollten, wurden enttäuscht, auch einzelne Medien hatten das Thema aufgegriffen.

Die lange Wartezeit und ihre Folgen

Die Enttäuschung wiegt besonders schwer, weil die Wartezeit inzwischen gewaltig ist. Seit 15 Jahren harren die Leser auf neuen Stoff aus der Feder von George R.R. Martin. Die Saga begann 1996 mit A Game of Thrones und wurde mit folgenden Bänden fortgesetzt:

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  • A Clash of Kings (1999)
  • A Storm of Swords (2000)
  • A Feast for Crows (2005)
  • A Dance With Dragons (2011)

In Deutschland, wo die Saga im Penhaligon-Verlag erscheint, sind die Bände jeweils in zwei einzelne Romane geteilt. Doch der sechste Band lässt bis heute auf sich warten – und selbst danach ist mit A Dream of Spring („Ein Traum von Frühling“) noch ein siebter Teil geplant. Erst dann ist laut George R.R. Martin (77) Das Lied von Eis und Feuer abgeschlossen.

Auswirkungen auf die Fernsehserie

Die Folgen dieser Verzögerung sind längst auch im Fernsehen sichtbar geworden. Die HBO-Serie Game of Thrones lief über acht Staffeln und endete im Mai 2019 – doch bereits die letzten beiden Staffeln mussten weitgehend ohne konkrete Buchvorlage auskommen, weil Martin mit dem Schreiben nicht hinterherkam. Dies führte zu gemischten Reaktionen bei den Zuschauern, die sich nach der literarischen Vorlage sehnten.

George R.R. Martins aktuelle Situation

Der in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico heimische Autor hatte BILD zuletzt Mitte Januar versichert, er sei sich „ganz sicher“, The Winds of Winter zu finalisieren, aber eben noch immer am Schreiben. Im Gespräch mit The Hollywood Reporter gestand er zuletzt, wie schwierig sich der Prozess gestaltet. „Ich glaube, wenn ich ein paar andere Dinge von meinem Tisch bekomme, könnte ich ‚The Winds of Winter‘ ziemlich bald fertigstellen“, sagte er. Gleichzeitig schränkte er ein: „Mir ist schon inzwischen klar geworden, dass ‚Winds‘ Priorität hat, aber, ich weiß nicht, manchmal bin ich einfach nicht in der Stimmung dafür.“

Ein anderes Ende als in der Serie?

Inhaltlich deutete Martin immerhin an, dass er ein anderes Ende im Sinn hat als das für viele enttäuschende Finale der TV-Serie. „Ich hätte mehr Figuren sterben lassen“, sagte er. So sehe er etwa „kein Happy End“ für den Zwerg Tyrion und auch keines für Sansa Stark. Er denke aber vielleicht noch einmal nach, denn die von Sophie Turner (30) verkörperte Sansa sei in der Serie so beliebt gewesen, „dass ich sie vielleicht am Leben lasse“.

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Das Westeros-Universum im Fernsehen

Während die Buchreihe stagniert, läuft das Westeros-Universum im Fernsehen weiter auf Hochtouren. House of the Dragon wird fortgesetzt – und erst im Januar startete mit A Knight of the Seven Kingdoms die neueste Serie aus der Welt von Game of Thrones, eine zweite Staffel ist bereits geplant – mit Martin als Executive Producer. Das heißt: Er macht weiterhin alles Mögliche, nur nicht das verdammte Buch zu Ende schreiben. Die Fans müssen sich also weiterhin in Geduld üben und hoffen, dass der Autor bald die nötige Motivation findet, um das lang erwartete Werk zu vollenden.