Herrenmode-Trends für Sommer 2026: Leichtigkeit, weite Schnitte und natürliche Farben
Sommer-Mode für Herren: Trends 2026 mit Leichtigkeit

Herrenmode im Sommer 2026: Die neue Leichtigkeit setzt sich durch

Fließende Materialien, weite Silhouetten und natürliche Töne prägen derzeit das Bild in der Herrenmode. Diese Kombination wirkt entspannt und erwachsen, ohne dass die Eleganz darunter leidet. Zumindest, wenn man die aktuell angesagten Stücke gekonnt kombiniert. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Trends für Frühjahr und Sommer 2026.

Was charakterisiert die Herrenmode in dieser Saison?

„Die neue Saison steht im Zeichen einer neuen Leichtigkeit“, erklärt Winfried Rollmann, Material- und Menswear-Experte beim Deutschen Mode Institut (DMI). Er beobachtet eine deutliche Abkehr von scharf geschnittenen Anzügen. Das Männerbild werde laut Rollmann „weniger gebacken und körpernah, was viele als angenehm empfinden dürften“.

Welche konkreten Stücke sind jetzt angesagt?

Das Shirt entwickelt sich zum Key Piece und ersetzt in vielen Fällen die Jacke. Gemeint sind Hemden aus festeren Oberstoffen, die strukturiert sind und dennoch Leichtigkeit ausstrahlen. Auch der Blouson feiert ein Comeback, häufig mit Strickbund oder Tunnelzug.

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Prägend für die Silhouette sind zudem weitere Hosen, oft mit Bügelfalte. Fast knielange Shorts sind häufiger zu sehen. Im Denim-Bereich spielen laut Stylist Lukas Blasberg auch Bootcut-Formen wieder eine Rolle.

Ein weiteres wichtiges Stück: das Kurzarmhemd. In weiter, kastiger Form wird es zum festen Bestandteil moderner Sommerlooks: „Jeder Mann, der sich ein neues Hemd kauft, sollte auch ein Kurzarmhemd mitdenken“, so Rollmann.

Anzüge, Jacken und Oberteile im Fokus

Bei den Anzügen dominieren weich geschnittene Modelle. Blazer mit Jeans sind angesagt, ebenso wie Gilets (Westen). Jacken zeigen sich funktionaler mit Taschen und Workwear-Anklängen. Dazu passen klassische Trucker-Jackets aus Denim und Safarijacken mit großen aufgesetzten Taschen.

Shirts dürfen jetzt länger und schlanker sein, ohne eng zu wirken. Oberteile leben vom Layering, also dem gekonnten Schichten von Einzelstücken: Hemd, Strick, Krawatte. Dazu passt ein Quarter Zip Pulli (Seemannspullover mit Rollkragen und kurzem Reißverschluss).

Farben und Muster: Ruhe und Wertigkeit

„Streifen sind in jeder Produktkategorie ein Top-Thema“, betont Winfried Rollmann. Sie zeigen sich als klassische Nadelstreifen ebenso wie in breiteren Varianten.

Farblich gewinnen dunklere Nuancen an Bedeutung: Braun, Palmgrün, Navy, Indigo oder ein weiches Schwarz. „Diese Summer Darks machen Outfits edler“, so Rollmann. Sie verleihen sommerlichen Looks mehr Ruhe und Wertigkeit.

Stylist Lukas Blasberg beobachtet eine insgesamt ruhigere, wärmere Farbpalette. Neben Blau, Grau und Schwarz tauchen Olive, Ivory, Buttergelb, Rost oder Senf auf.

Accessoires und Schuhe komplettieren den Look

Hüte mit Western-Anklängen, Bandanas und Seidentücher sind angesagt. Außerdem: Schmuck von Ringen über Armreifen bis zu Halsketten. „Das individualisiert den Look und macht ihn persönlicher“, so Rollmann.

Stylist Blasberg sieht eine Rückkehr klassischer Accessoires: Gürtel werden bewusster eingesetzt, teils mit Western-Anmutung. Krawatten werden locker getragen, ergänzt durch Krawattennadeln oder Manschettenknöpfe.

An den Füßen dominieren Loafer, Bootsschuhe und weiche Mokassin-Modelle. Velours- und Rauleder verleihen ihnen eine entspannte Optik. Farblich sind sie häufig in Natur- und Brauntönen gehalten, ergänzt durch Grün- oder Blautöne. Honigfarbene oder kernigere Sohlen sind im Trend.

Parallel dazu gewinnen laut Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut offene Modelle wie Fisherman-Sandalen an Bedeutung, die mit weiten Hosen lässig aussehen. „Es muss cool aussehen, easy to wear sein und vor allem den Komfort bringen, den Männer von Sneakern gewohnt sind“, so Schulz. Der weiße Sneaker hat hingegen eher ausgedient.

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