Stella McCartney setzt mit Pferde-Show auf der Pariser Fashion Week ein Statement
Die britische Modedesignerin Stella McCartney hat während der Pariser Fashion Week mit einer außergewöhnlichen Inszenierung für Aufsehen gesorgt. In einer Reithalle im Bois de Boulogne, einem Waldgebiet in Paris, präsentierte die 54-jährige Tochter von Beatles-Legende Paul McCartney ihre neue Herbst/Winter-Kollektion am Mittwoch vor einem exklusiven Publikum.
Pferde eröffnen den Catwalk vor den Models
Die tierische Show begann mit einem besonderen Auftakt: Schwarze und weiße Pferde eröffneten den sandigen Laufsteg, bevor die Models die Bühne betraten. „Die Show bietet viele Neuerungen“, erklärte Stella McCartney stolz nach der Vorstellung. „Alles ist pflanzlich und vegan, es werden also keine tierischen Klebstoffe verwendet und keine toten Tiere.“
Die Designerin, die seit Langem für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und Tierrechte bekannt ist, nutzte die Einbindung der Pferde als bewusstes Statement. Ihre Botschaft ist klar: Mode kann Tiere feiern, anstatt sie zu konsumieren. In ihrer gesamten Kollektion sucht man vergeblich nach echtem Leder, Fell oder Federn.
Prominenter Besuch in der ersten Reihe
In der ersten Reihe verfolgte Vater Paul McCartney (83) gespannt die Vorstellung seiner Tochter. Neben ihm saßen seine Frau Nancy Shevell (66), Talkshow-Legende Oprah Winfrey (72) und US-Moderatorin Gayle King (71). „Es war wunderschön“, kommentierte der ehemalige Beatle die tierische Modenschau anschließend.
Reitthema dominiert die Kollektion
Die neue Herbst/Winter-Kollektion setzt das Reitthema konsequent um und präsentiert:
- Oberschenkelhohe Reitstiefel mit dekorativen Schnallen
- Anzughosen im klassischen Reitstil
- Jeans mit Anleihen an die Reitmode
Die Models präsentierten die Stücke auf einem ovalen Catwalk, während die Pferde entspannt im Sand lagen – eine ungewöhnliche, aber beeindruckende Inszenierung.
Nachhaltigkeit als Kernprinzip
Auf Instagram unterstrich Stella McCartney ihre Philosophie: „Jedes Jahr werden eine Milliarde Tiere, darunter auch Pferde, für Leder getötet. Wir fügen keinem einzigen Tier etwas zu.“ Das Modehaus gibt an, dass 93 Prozent der verwendeten Materialien nachhaltig produziert werden – unter ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvollen Bedingungen.
Durch die Einbindung der lebenden Pferde wollte die Designerin daran erinnern, dass Tiere gefeiert und in den Diskurs über Mode und Umwelt einbezogen werden müssen. Die Pariser Fashion Week bekam damit eine Show der besonderen Art geboten, die Mode, Kunst und Aktivismus miteinander verband.



