Louvre in Paris: Wasserschaden beschädigt historisches Deckengemälde nahe Mona Lisa
Wasserschaden im Louvre beschädigt Deckengemälde

Wasserschaden im Louvre beschädigt historisches Deckengemälde

Das berühmte Louvre-Museum in Paris kämpft erneut mit einem unerwünschten Vorfall. Nach einer Reihe von Problemen in den vergangenen Monaten hat nun ein Wasserschaden ein wertvolles Deckengemälde aus dem 19. Jahrhundert in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden ereignete sich in einem Ausstellungssaal in unmittelbarer Nähe zur weltberühmten Mona Lisa von Leonardo da Vinci.

Kaputte Heizungsleitung verursacht Risse im Kunstwerk

Wie der Louvre am Freitag offiziell mitteilte, ist eine defekte Heizungsleitung für den Vorfall verantwortlich. Das betroffene Werk mit dem Titel „Der Triumph der französischen Malerei“ des Künstlers Charles Meynier weist zwei deutliche Risse auf und hat sich stellenweise vom Untergrund gelöst. Der Saal, der normalerweise italienische Renaissancemalerei beherbergt, musste für den gesamten Tag geschlossen bleiben.

Gewerkschaftsvertreter berichteten, dass sich aufgrund dieser Schließung auf dem Weg zur Mona Lisa lange Warteschlangen bildeten. Valérie Baud von der Gewerkschaft CFDT kommentierte die Situation mit deutlichen Worten: „Dies zeigt einmal mehr, wie renovierungsbedürftig das Museum ist.“

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Häufung von Problemen im Louvre

Der aktuelle Wasserschaden ist nicht der erste seiner Art im Louvre. Bereits Ende November waren bei einem ähnlichen Vorfall Hunderte Dokumente der Bibliothek für ägyptische Altertümer beschädigt worden, darunter historische Fachzeitschriften. Diese Wiederholung unterstreicht die infrastrukturellen Herausforderungen, mit denen das Museum kämpft.

Die jüngsten Monate waren für den Louvre von einer besorgniserregenden Häufung von Problemen geprägt:

  • Im Oktober 2025 wurde ein Teil der französischen Kronjuwelen gestohlen, die Beute bleibt bis heute verschwunden.
  • Erst am Donnerstag wurde ein mutmaßlicher Millionenbetrug mit Eintrittskarten aufgedeckt, der dem Museum einen Schaden von etwa zehn Millionen Euro zugefügt haben soll.
  • Neun Verdächtige, darunter zwei Museumsmitarbeiter und mehrere Touristenführer, wurden in diesem Zusammenhang festgenommen.
  • Mehrfache Streiks der Belegschaft haben den Betrieb zusätzlich beeinträchtigt.

Systematische Probleme und Forderungen nach Veränderung

Laut Ermittlungsberichten zum Ticketbetrug wurden über Jahre hinweg täglich bis zu 20 Touristengruppen mit bereits benutzten Eintrittskarten ins Museum geschleust. Reisegruppenleiter sollen Museumsmitarbeitern Bargeld gezahlt haben, um Kontrollen zu umgehen, während andere ihre Gruppen aufteilten, um höhere Gruppentarife zu vermeiden.

Die Gewerkschaften nutzen die aktuelle Situation, um ihre langjährigen Forderungen zu bekräftigen. Sie verlangen unter anderem:

  1. Mehr Wachpersonal zur Verbesserung der Sicherheit
  2. Die dringende Durchführung überfälliger Renovierungsarbeiten
  3. Eine umfassende Modernisierung der veralteten Infrastruktur

Der Louvre, der als meistbesuchtes Museum der Welt gilt, steht damit vor der Herausforderung, nicht nur seine wertvollen Kunstschätze zu bewahren, sondern auch grundlegende infrastrukturelle und sicherheitstechnische Probleme zu lösen. Die wiederholten Vorfälle werfen Fragen nach der langfristigen Instandhaltung und dem Management des historischen Gebäudekomplexes auf.

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