Bad Bunny erlebt nach Super-Bowl-Auftritt enormen Streaming-Boom
Die Halbzeitshow des Super Bowl gilt als Garant für massive Aufmerksamkeit bei Popstars. Der Auftritt von Bad Bunny hat diese Erwartung nun eindrucksvoll bestätigt. Die Streaming-Abrufe des puertoricanischen Künstlers sind nach seinem spektakulären Auftritt förmlich explodiert. Allerdings wurde der TV-Quotenrekord für die Halbzeitshow in diesem Jahr nicht übertroffen.
Explosiver Anstieg der Streamingzahlen in den USA
Bad Bunny war bereits vor seinem Super-Bowl-Auftritt einer der erfolgreichsten Popstars weltweit. Bei Spotify wechselte er sich in den letzten sechs Jahren regelmäßig mit Taylor Swift als Top-Artist ab. Doch selbst für ihn brachte der Auftritt beim größten US-Sportereignis einen bemerkenswerten Schub. Am Montag nach dem Super Bowl stiegen die Streamingzahlen seines gesamten Musikkatalogs in den USA um satte 175 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.
Diese Daten stammen von Luminate, einem auf Branchenanalysen spezialisierten Unternehmen. Konkret erreichte Bad Bunny an diesem einen Tag 99,6 Millionen Streams. In der Vorwoche waren es lediglich 36,2 Millionen Abrufe gewesen. Dieser Anstieg ist umso bemerkenswerter, als der 2. Februar bereits ein besonderer Tag in der Karriere des Künstlers war. Es handelte sich um den Tag nach den Grammy Awards, wo Bad Bunny mit seinem komplett spanischsprachigen Album den Hauptpreis als „Album des Jahres“ gewonnen hatte.
Globaler Erfolg und beliebteste Titel
Der Effekt des Super-Bowl-Auftritts beschränkte sich nicht auf die USA. Weltweit stiegen die Streamingzahlen von Bad Bunny von Montag zu Montag um 132 Prozent. Konkret erhöhten sich die Abrufe von 117 Millionen auf beeindruckende 271 Millionen. In den USA waren die drei populärsten Titel „DtMF“ mit 10,4 Millionen Streams, „Baile Inolvidable“ mit 6,7 Millionen und „NuevaYol“ mit 6 Millionen Abrufen.
Nach den Grammy Awards hatte Bad Bunny bereits einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Am 2. Februar stiegen seine US-Streams im Wochenvergleich um 117 Prozent. Der Super Bowl verstärkte diesen Effekt nun noch einmal erheblich und unterstrich die globale Strahlkraft des Künstlers.
TV-Quoten blieben hinter Vorjahresrekord zurück
Trotz des Streaming-Erfolgs konnte Bad Bunny keinen neuen Einschaltquotenrekord für die Super-Bowl-Halbzeitshow aufstellen. Nach Angaben der NFL und Medienberichten sahen mehr als 128 Millionen Menschen in den USA das Spektakel. Im Vorjahr waren es jedoch 133,5 Millionen Zuschauer gewesen, die den Auftritt von Kendrick Lamar verfolgt hatten.
Damit hatte der Rapper im Vorjahr die Bestmarke aus dem Jahr 1993 übertroffen, als Michael Jackson die Halbzeitshow bestritten hatte. Auch das American-Football-Finale selbst wurde laut NFL von weniger Menschen geschaut. Durchschnittlich 124,9 Millionen Zuschauer verfolgten in den USA das Spiel im Stadion von Santa Clara in Kalifornien. Im vergangenen Jahr waren es 127,7 Millionen gewesen, was ebenfalls einen Rekord darstellte.
Der Auftritt von Bad Bunny wurde international intensiv diskutiert und kommentiert. Sein Erfolg bei den Grammy Awards und nun beim Super Bowl unterstreicht seine Position als einer der einflussreichsten Musiker der Gegenwart. Die Kombination aus kritischer Anerkennung und massenwirksamer Popularität macht ihn zu einer einzigartigen Figur im modernen Musikbusiness.



