DDR-Schlagerlegende Frank Schöbel klagt über Ausgrenzung: „Man wollte uns verschwinden lassen“
Frank Schöbel: DDR-Legende klagt über Ausgrenzung im Radio

DDR-Schlagerlegende Frank Schöbel klagt über Ausgrenzung im Musikbetrieb

Frank Schöbel, einst der unangefochtene Schlager-Gott der DDR, blickt auf eine bewegte Karriere zurück, die auch Jahrzehnte nach der Wende nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat. Der heute 83-jährige Künstler, der in Berlin lebt, beklagt jedoch eine systematische Benachteiligung ostdeutscher Interpreten im heutigen Radiobetrieb. „Man spielt uns einfach nicht mehr. Manchmal habe ich die Vermutung, dass mancher darauf wartet, dass wir endlich tot sind“, so Schöbel in einem aktuellen Interview. Trotz dieser Hürden zieht der Sänger weiterhin volle Hallen an und beweist, dass seine Popularität ungebrochen ist.

Erinnerungen an die Uckermark und erfolgreiche Auftritte

Schöbel verbindet angenehme Erinnerungen mit der Uckermark, insbesondere mit dem kleinen Dorf Groß Fredenwalde bei Gerswalde. In den 1970er und 1980er Jahren verbrachte er dort oft Wochenenden mit seiner damaligen Lebenspartnerin Aurora Lacasa und deren Familie. „Sie hatten einen super gepflegten Garten, daran erinnere ich mich noch genau“, schwärmt der Künstler. Auch Prenzlau hat einen besonderen Platz in seinem Herzen: Hier feierte er seinen 80. Geburtstag auf der Bühne der Uckerseehalle, umjubelt von hunderten Fans.

Die Weihnachtstournee 2026 wird Schöbel erneut in die Region führen. Die Tour startet am 27. November in Löbau (Sachsen) und endet am 23. Dezember auf Rügen, mit einem Stopp in Prenzlau am 6. Dezember. Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich, und die Nachfrage bleibt hoch, während jüngere Kollegen teilweise Tourneen absagen müssen.

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Fitness und Erfolgsgeheimnis des Senior-Stars

Frank Schöbel, bekannt durch Hits wie „Gold in deinen Augen“ und „Ich geh' vom Nordpol zum Südpol zu Fuß“, zeigt keine Anzeichen von Ermüdung. „Zum Glück bin ich fit“, betont der dreifache Vater. Sein Geheimnis? Gute Gene und Disziplin: „Das habe ich wohl meinen Eltern, also den guten Genen, zu verdanken. Meine Mutter ist 96 geworden“. Regelmäßiges Fußballspielen am Mittwoch und Besuche im Fitnesscenter halten ihn in Form. Nach Auftritten schreibt er oft noch eine Stunde lang Autogramme, bevor er selbst ans Steuer steigt und nach Hause fährt, während seine Musiker auf dem Rücksitz entspannen.

Heiligabend plant Schöbel, zu seiner Tochter nach Dresden zu fahren, aber er träumt auch von ruhigen Momenten: „Ansonsten wäre auch gut vorstellbar, dass ich im Schlafanzug auf der Couch lümmele und mir alte DDR-Märchenfilme anschaue“. Trotz aller Kritik bleibt Frank Schöbel ein lebendiges Stück deutscher Musikgeschichte, das weiterhin begeistert.

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