Potsdam - Im Park Sanssouci haben am Abend Tausende Techno-Fans den Musiker Paul Kalkbrenner vor historischer Kulisse gefeiert. Der 48-Jährige stand bei dem ausverkauften Open-Air-Konzert vor dem Neuen Palais auf der Bühne und präsentierte sein neuntes Studioalbum „The Essence“. Das Schloss in Potsdam gehört seit 1990 zum Unesco-Weltkulturerbe.
Kulturministerin lobt Verbindung von Techno und Preußen
Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) war ebenfalls anwesend und zeigte sich begeistert: „Heute treffen Techno-Beats auf preußisches Ambiente“, sagte sie im Vorfeld. „Diese Verbindung von einem der Pioniere und Großmeister der elektronischen Musikszene und unserem Weltkulturerbe ist definitiv eines der Kultur-Highlights in diesem Jahr.“ Sie betonte, dass das Konzert nur dank der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg möglich gewesen sei, die extra das Porzellan aus den Vitrinen entfernt habe.
Elektronische Musik vor gewaltiger Bühne
Es ist nicht das erste große Konzert vor dem Schloss: Bereits 2007 traten dort Die Prinzen und Chris de Burgh auf. Die Kolonnaden wurden bis Herbst 2014 saniert, sodass seitdem laut Stiftung auch dort Events stattfinden können. Der Veranstalter versprach ein „packendes Live-Konzert, das das Ensemble des Neuen Palais mit den Kolonnaden in eine gewaltige Bühne verwandelt, auf der elektronische Musik in all ihrer Kraft erlebbar wird“. Kalkbrenners neuestes Album vom Oktober 2025 sei das persönlichste Werk seiner Karriere. Die 13 Tracks entstanden über mehrere Jahre hinweg, darunter auch eine Hommage an die Band Depeche Mode.
Kalkbrenner und historische Kulissen
Für Kalkbrenner ist ein Konzert vor Schlosskulisse nichts Neues: Erst im September vergangenen Jahres trat er im Ehrenhof des Wiener Schlosses Schönbrunn auf. In Potsdam sorgte er nun erneut für eine unvergessliche Nacht, die Techno und Welterbe auf einzigartige Weise verband.



