Menowin Fröhlich: DSDS-Sieg nach drittem Anlauf – Interview
Menowin Fröhlich: DSDS-Sieg nach drittem Anlauf

Köln – Der neue Superstar steht noch unter Strom, Konfetti wirbelt durch sein Haar, Fans feiern Menowin Fröhlich (38) auf der großen DSDS-Bühne. Es ist der dritte Anlauf eines Sängers, der schon ganz oben stand, abgestürzt ist und sich immer wieder zurückgekämpft hat. Im ersten BILD-Interview sagt er noch in der Nacht: „Der alte Menowin Fröhlich versucht, sich ab und zu hochzukämpfen – und den mag ich gar nicht!“

Die Sensation ist perfekt: Im dritten Anlauf nach 2005 und 2010 nimmt Menowin die 100.000 Euro und den Titel mit nach Hause. Mit satten 57 Prozent der Anrufer-Stimmen setzte er sich im Finale gegen Constance Dizendorf (19), Abii Faizan (24), Paco Simic (23) und Tyrell Hagedorn (19) durch. Für ihn hatte RTL sogar die Regel kassiert, dass frühere Liveshow-Kandidaten nicht erneut teilnehmen dürfen.

Menowin Fröhlich geht zum Psychologen

Doch Menowin weiß, wie schnell Höhenflüge kippen können. Noch in der Nacht wirkt er erstaunlich geerdet. „Hier steht nicht der fertige Menowin. Ich bin immer noch in einem Prozess“, so der Würzburger zu BILD. „Ich mache ambulante Gespräche mit Psychologen, weil das wichtig ist. Ich muss immer noch an mir arbeiten. Es gibt immer noch das ein oder andere, was mir an mir überhaupt nicht gefällt. Ich weiß aber, dass es irgendwann komplett rund wird. Das Wichtigste ist, immer dran zu bleiben.“

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Menowin Fröhlich verschweigt seine Dämonen nicht

Sein Leben habe sich grundsätzlich verändert, betont der Sänger: „Ich gehe nicht mehr so krass auf die zwölf.“ Privat geriet sein Leben schon öfter aus der Spur: 2005 musste er die Castingshow wegen einer zweijährigen Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs vorzeitig abbrechen. Auch später griff er immer wieder zu Kokain und Alkohol.

„Man sollte niemals aufhören, an etwas zu glauben“, sagt er. Doch seine unvergleichliche Stimme verlor er nie: „Mein Leben zeigt, dass man niemals aufhören sollte, an etwas zu glauben. Das einzig Wichtige ist jetzt, cool zu bleiben. Nicht auszuflippen und zu denken, man ist der Oberkrasse.“ Was diesmal sein Erfolgsgeheimnis bei DSDS war? „Ich habe wirklich mitgearbeitet. Ich war damals gar nicht in der Lage, etwas von außen aufzunehmen.“

Mit seiner Musik will er Menschen berühren. „Und ich glaube, dass ich einer der wenigen bin, der auch mit seiner Geschichte Menschen erreichen kann.“ Für die Zukunft kann er sich vorstellen, ein Buch zu schreiben oder als acht- und bald neunfacher Familienvater eine Familien-Dokusoap zu drehen. „Mir stehen alle Türen offen“, ist sich Menowin sicher.

Der Glaube ist Menowins große Stütze

Seine Freundin Ronja platzt fast vor Stolz: Sie kennt ihn schon seit 18 Jahren. „Und in jeder Lebenslage“, betont sie. „Wenn du bereit bist, an dir zu arbeiten, kannst du alles schaffen. Und Gott hilft ihm enorm. Es freut mich, dass wir aus dem Glauben gemeinsam unsere Kraft ziehen. Das verbindet uns.“

Nach einer langen Nacht will das Paar diesen Sonntag den Gottesdienst ausnahmsweise im Livestream schauen. Ronja: „Wir waren die letzten zwei Wochen jeden Tag um 5 Uhr auf den Beinen und die ersten, die hier reinspazieren. Jetzt werden wir einfach mal ausschlafen, alles sacken lassen und genießen.“

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