Mille Petrozza, der Frontmann der deutschen Metal-Band Kreator, hat eine bewegende Geschichte zu erzählen. Der gebürtige Ruhrpott-Junge, der mit seiner Band den deutschen Heavy Metal neu definierte, offenbart in einem Interview die menschliche Seite hinter der musikalischen Maschine. Petrozza, von Freunden nur Mille genannt, erinnert sich an seine Jugend, in der er seinen Vater immer wieder enttäuschte. „Er ging mir mit dem Gitarrenkurs auf die Nerven“, gesteht er. „Er liebte Musik und wollte unbedingt, dass ich diesen dämlichen Gitarrenkurs besuche.“ Doch Petrozza weigerte sich beharrlich.
Die Rettung durch Kiss
Was seinen Vater nicht gelang, schaffte die legendäre US-Band Kiss. Petrozza verrät, dass Kiss ihn letztlich zur Musik brachte. „Ohne Kiss wäre ich heute nicht da, wo ich bin“, sagt er. Die theatralischen Bühnenshows und die kraftvolle Musik der Band aus New York weckten in ihm die Leidenschaft für den Rock. Er begann, Gitarre zu spielen, und gründete 1982 Kreator. Die Band wurde schnell zu einem Aushängeschild des deutschen Thrash Metal.
Vom Ruhrpott in die Welt
Petrozza wuchs im Ruhrgebiet auf, einer Region, die für ihre harte Arbeit und ihre bodenständige Mentalität bekannt ist. Diese Prägung spiegelt sich in der Musik von Kreator wider: roh, ehrlich und direkt. Die Band verkaufte Millionen Alben weltweit und gilt als eine der einflussreichsten Metal-Bands Deutschlands. Doch hinter der Fassade des Metal-Stars steckt ein nachdenklicher Mensch, der seine Wurzeln nie vergessen hat.
„Ich bin ein Junge aus dem Pott“, sagt Petrozza. „Das bleibt man immer.“ Seine Geschichte zeigt, dass selbst die härtesten Musiker eine weiche Seite haben. Und dass manchmal eine Band wie Kiss den entscheidenden Anstoß geben kann, um den eigenen Weg zu finden.



