Mueller-Stahl-Festspiele in Schwerin: Glanzvoller Abschluss mit Werkstattgespräch
Mueller-Stahl-Festspiele: Glanzvoller Abschluss in Schwerin

Ein würdiger Abschluss der Mueller-Stahl-Festspiele in Schwerin

Das 35. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern endete am Sonntag mit einem Höhepunkt, der die Prophezeiung von Festival-Chef Volker Kufahl wahr werden ließ: „Ich glaube, dieses Filmkunstfest wird zum Mueller-Stahl-Festival werden.“ Bereits zum dritten Mal in Folge war der große Saal des Filmpalastes Capitol bei einer Veranstaltung mit dem diesjährigen Ehrenpreisträger Armin Mueller-Stahl restlos ausverkauft.

Drei ausverkaufte Veranstaltungen mit dem Jahrhundertkünstler

Das immense Publikumsinteresse an einer persönlichen Begegnung mit dem weltberühmten Künstler ist leicht nachvollziehbar. Über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg feierte Mueller-Stahl einen Leinwanderfolg nach dem anderen und drehte mit den bedeutendsten Regisseuren seiner Zeit. Seine Rollen sind geprägt von tiefer Menschlichkeit und handwerklicher Raffinesse, was ihn im Gedächtnis des Publikums verankert hat.

In dem rund einstündigen Werkstattgespräch, das der Berliner „Kinoking“ und langjährige Festival-Chefmoderator Knut Elstermann souverän führte, zeigte sich Mueller-Stahl in all seiner Vielseitigkeit: als weltoffener, sensibler Künstler und zugleich als wacher Zeitgenosse. Der Schauspieler berichtete in spannenden Episoden über seine Karriere – vom klassisch ausgebildeten Musiker, der in den 1950er Jahren zum Theater wechselte, über den Aufstieg zum Film- und TV-Star bis hin zu seinem späten Weltruhm in Hollywood im Alter von 60 Jahren. Auch seine Talente als Maler, Schriftsteller, Musiker und Filmemacher wurden thematisiert. Schwerwiegende Themen wie sein Verhältnis zu Glauben, Alter, Krieg und Frieden kamen nicht zu kurz. Das Gespräch endete viel zu schnell.

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Selten gezeigter Dokumentarfilm als krönender Abschluss

Nach der lautstarken Verabschiedung des Künstlers mit stehenden Ovationen folgte die Aufführung eines selten gezeigten Dokumentarfilms aus dem Jahr 2022: „Es gibt Tage...“ von Regisseur Hans Jochen Hübenthal. Der Film bietet eine filmische Zeitreise durch das Leben und Schaffen von Armin Mueller-Stahl. Den Rahmen bildet ein Konzert im Berliner Wintergarten Varieté, doch der Film gewährt auch weitgehend unbekannte Einblicke in Mueller-Stahls „andere Seite“ als Geiger, Sänger und Maler. Dieses berührende Filmporträt setzte einen würdigen Schlusspunkt unter das viertägige Gastspiel des Ehrenpreisträgers.

Unbestreitbar war dies ein gelungenes und unvergessliches Festival-Gastspiel, das mit einiger Sicherheit in die Schweriner Kulturgeschichtsschreibung eingehen wird.

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