Nadja Benaissa: Vom No-Angels-Star zur Let's-Dance-Teilnehmerin 2026
Nadja Benaissa: Privatleben und Karriere im Fokus

Nadja Benaissa: Vom Pop-Phänomen zur Let's-Dance-Kandidatin 2026

Die deutsche Musiklandschaft der frühen 2000er-Jahre wurde maßgeblich von den No Angels geprägt. Jetzt schreibt Nadja Benaissa, einstiges Mitglied der erfolgreichen Girlgroup, ein neues Kapitel ihrer Karriere: Sie ist Teil der neuen "Let's Dance"-Staffel 2026. Während die Öffentlichkeit sie vor allem als Sängerin kennt, bleibt ihr Privatleben oft im Verborgenen. Was zeichnet die Künstlerin abseits der Bühne aus?

Multikulturelle Wurzeln und familiäre Einflüsse

Nadja Benaissas Herkunft ist geprägt von kultureller Vielfalt. Ihr Vater stammt aus Marokko, ihre Mutter hat serbisch-jugoslawisch-deutsche Wurzeln. Lange Zeit hatte die Sängerin mit ihrer Identität zu kämpfen, wie sie 2010 in einem Interview mit der "taz" erklärte. Sie fühlte sich weder vollständig als Marokkanerin akzeptiert noch ganz in der serbischen Familie verankert. Über die Jahre fand sie jedoch ihren eigenen Weg und lernte, die verschiedenen kulturellen Einflüsse zu schätzen. Besuche bei der "Kopftuchoma" und Käsestrudel bei der serbischen Großmutter prägten ihre Kindheit und formten sie zu einer toleranten Persönlichkeit.

Mutterrolle und künstlerisches Erbe

Mit nur 17 Jahren wurde Nadja Benaissa Mutter. Ihre heute erwachsene Tochter hält sich bewusst aus dem Rampenlicht fern. Interessanterweise zeigte sich jedoch, dass der künstlerische Drang in der Familie liegt. Wie Benaissa 2025 in der "NDR Talk Show" verriet, äußerte ihre Tochter im Teenageralter den Wunsch, an einer Casting-Show teilzunehmen. Die Sängerin riet ihr damals entschieden davon ab – ironischerweise startete sie selbst ihre Karriere mit genau solch einem Format.

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Karrierehöhen und -tiefen mit den No Angels

Der Durchbruch gelang Nadja Benaissa 2000 mit der Teilnahme an der ersten "Popstars"-Staffel. Gemeinsam mit Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls formierte sie die No Angels, die schnell zur erfolgreichsten Girlgroup Deutschlands avancierten. Hits wie "Daylight in Your Eyes" und Alben wie "Elle'ments" katapultierten die Band an die Chartspitze. Doch nicht alle Projekte waren von Erfolg gekrönt: Der Auftritt beim Eurovision Song Contest 2008 endete mit einem enttäuschenden 23. Platz. Nach mehreren Auflösungen und Comebacks stehen die No Angels seit 2021 wieder regelmäßig gemeinsam auf der Bühne und planen für 2026 eine Sommertournee.

Soloprojekte und Privatleben

Nach der ersten Trennung der No Angels 2003 konzentrierte sich Benaissa zunächst auf ihre Rolle als Mutter. 2006 veröffentlichte sie ihr Soloalbum "Schritt für Schritt" und arbeitete mit Künstlern wie Moses Pelham zusammen. Ihr Privatleben hält die Sängerin bewusst privat: Der Name des Vaters ihrer Tochter bleibt geheim, und über aktuelle Partnerschaften ist wenig bekannt. 2022 bestätigte sie lediglich eine Trennung und betonte, nun Zeit für sich selbst zu benötigen.

Persönliche Herausforderungen und soziales Engagement

In ihrer Jugend geriet Nadja Benaissa in eine schwierige Phase und flüchtete sich in Alkohol und Drogen. Heute blickt sie kritisch auf diese Zeit zurück. Seit Jahren engagiert sie sich im Kampf gegen HIV und Aids und unterstützte 2025 eine Petition zum Welt-Aids-Tag. Auch gegen Rassismus setzt sie sich ein – eine Haltung, die aus eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung erwuchs. Ihre Tochter war ebenfalls von Alltagsrassismus betroffen, was Benaissas Engagement zusätzlich bestärkte.

Neue Herausforderung: Let's Dance 2026

Mit ihrer Teilnahme an "Let's Dance" 2026 folgt Nadja Benaissa den Fußstapfen ihrer No-Angels-Kollegin Sandy Mölling, die 2006 in der ersten Staffel den dritten Platz belegte. Ob Benaissa dieses Ergebnis übertreffen kann, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass die Sängerin mit ihrer multikulturellen Prägung, ihrer Erfahrung als Mutter und ihrer langjährigen Bühnenerfahrung interessante Voraussetzungen für die Tanzshow mitbringt. Für Fans bietet sich die Chance, die Künstlerin von einer neuen Seite kennenzulernen – jenseits der bekannten No-Angels-Hits und abseits des gewohnten Spotlight.

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