Ostern 2026: Schokohasen und Eier werden deutlich teurer - Preisschock für Verbraucher
Ostern: Schokohasen und Eier deutlich teurer - Preisschock

Ostern 2026: Doppelter Preisschock für traditionelle Festtagsprodukte

Ein echter Osterschock erwartet die Verbraucher in diesem Jahr in den Supermarktregalen. Sowohl Schoko-Osterhasen als auch Eier werden deutlich teurer als in den Vorjahren. Die Preise für die süßen Hasen aus Schokolade liegen je nach Größe und Marke zwischen sieben und 29 Prozent höher als im März des vergangenen Jahres. Besonders pikant: Diese Preiserhöhungen kommen trotz aktuell sinkender Kakaopreise auf dem Weltmarkt zustande.

Eierpreise ziehen durch Tierseuchen weiter an

Parallel zu den Schokohasen werden auch Eier immer teurer. Grund dafür sind gleich zwei Tierseuchen, die zur Keulung ganzer Bestände geführt haben. Allein im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald waren mehr als 1,3 Millionen Tiere betroffen. Experten rechnen damit, dass die Eierpreise kurz vor Ostern noch weiter anziehen werden.

Bereits jetzt haben sich die Preise für Eier aus Bodenhaltung innerhalb eines Jahres von durchschnittlich 20 auf 25 Cent pro Stück erhöht. Auch die Großhandelspreise stiegen deutlich von rund 16,45 auf 20,8 Cent pro Ei. Während Vogelgrippe und die Newcastle-Krankheit das Angebot verknappten, stieg die Nachfrage seit 2022 kontinuierlich an - der Pro-Kopf-Verbrauch nahm deutlich zu.

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Marken-Schokohasen mit zweistelligen Preissteigerungen

Die Vergleichsapp Smhaggle hat im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur Süßigkeiten der großen Marken Lindt, Milka, Kinder und Ferrero analysiert. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die 100-Gramm-Version des Lindt-Schokohasen kostet im Vergleich zum März des Vorjahres 70 Cent mehr, was einer Steigerung von 16 Prozent entspricht. Die 50-Gramm-Variante wurde um 50 Cent teurer (+18 Prozent).

Der 90 Gramm schwere Schmunzelhase von Milka kostet 60 Cent mehr als im Vorjahresmonat (+22 Prozent), während die 45-Gramm-Version um 20 Cent teurer wurde (+12 Prozent). Diese Preiserhöhungen sind besonders bemerkenswert, da die Rohkakaopreise zuletzt deutlich gesunken sind.

Kakaopreise: Von Extremhochs zur leichten Entspannung

Die Entwicklung der Kakaopreise zeigt ein dramatisches Auf und Ab. Lag der Weltmarktpreis im Jahresdurchschnitt 2023 bei rund 3261 US-Dollar (ca. 3015 Euro) pro Tonne Kakao, stieg er 2024 infolge massiver Angebotsengpässe auf deutlich über 7000 US-Dollar (mehr als 6400 Euro) je Tonne - eine Steigerung von weit über 100 Prozent.

2025 kam es infolge schlechter Ernten in Westafrika und knapper Angebote zeitweise zu extremen Ausschlägen. In der Spitze lag der Preis bei mehr als 9000 Euro je Tonne. Inzwischen hat sich die Angebotslage etwas entspannt, und die Preise auf dem Weltmarkt sind wieder niedriger.

Warum Schokohasen trotzdem teurer werden

Der Süßwarenhersteller Lindt & Sprüngli erklärt auf Nachfrage, dass Kakao langfristig eingekauft wird: "Daher wird es einige Zeit dauern, bis wir die Auswirkungen niedrigerer Kakaopreise spüren werden." Zudem bleiben andere Kosten, etwa für Rohstoffe wie Nüsse und Verpackungen, weiterhin hoch.

Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie kommen sinkende Rohstoffpreise oft erst Monate später im Handel an. Trotz niedrigerer Börsenpreise zahlen viele Unternehmen "weiterhin die höheren Preise, die im Laufe des Jahres 2025 vereinbart wurden".

Im Klartext: Wenn Hersteller Kakao zu hohen Preisen einkaufen, schlagen sich diese Kosten erst mit Verzögerung im Ladenpreis nieder. Selbst wenn der Rohstoffpreis zwischenzeitlich fällt, bleibt der Schokohase im Regal zunächst teuer. Heftige Preiskapriolen am Markt und der spezifische Handelsmodus tragen ebenfalls zu dieser Situation bei.

Für Verbraucher bedeutet dies: Der Oster-Einkauf wird in diesem Jahr deutlich mehr kosten als in der Vergangenheit. Sowohl bei den traditionellen Schokohasen als auch bei den Ostereiern müssen Haushalte mit erheblichen Mehrkosten rechnen.

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