Peter Theiler wird Übergangs-Intendant an der Essener Oper ab Sommer 2027
Peter Theiler wird Übergangs-Intendant an Essener Oper

Peter Theiler übernimmt Übergangs-Intendanz an der Essener Oper

Der erfahrene Opernmanager Peter Theiler wird im Sommer 2027 für ein Jahr die Intendanz der Essener Oper und des Orchesters übernehmen. Der 69-jährige Schweizer, der eigentlich seit 2024 im Ruhestand war, kehrt damit auf die Bühne des Kulturmanagements zurück. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen bestätigte diese Personalentscheidung, die dem Aalto-Musiktheater neuen Schwung verleihen soll.

Vom Ruhestand an die Ruhr: Theilers Pendel-Lösung

Peter Theiler, der zuletzt als Intendant der Dresdner Semperoper tätig war, wird seinen Hauptwohnsitz in Dresden behalten. Für seine Tätigkeit in Essen sucht er jedoch eine Zweitwohnung, um regelmäßig vor Ort sein zu können. „Ich werde für das Haus eine Brücke in die Zukunft bauen“, erklärte Theiler zu seiner neuen Aufgabe. Bereits ab dem kommenden Monat wird er in beratender Funktion für die Essener Oper tätig sein.

Der Opernprofi bringt umfangreiche Erfahrungen mit: Von 2001 bis 2008 war er Generalintendant des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier, anschließend bis 2018 Staatsintendant und Operndirektor des Staatstheaters Nürnberg, bevor er sechs Jahre die Semperoper leitete. Sein gefülltes Adress- und Telefonbuch soll nun der Essener Oper zugutekommen. „Ich habe heute schon angefangen, rumzutelefonieren“, verriet Theiler.

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Wechsel nach Fahrholz-Abgang: Oper sucht Publikumszuspruch

Die bisherige Intendantin Merle Fahrholz scheidet mit dem Spielzeitende im Sommer 2027 aus. Die promovierte Musikwissenschaftlerin hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, sich nicht um eine Verlängerung ihres Fünf-Jahres-Vertrages zu bemühen. Ihr Konzept, das zeitgenössische und eher selten gespielte Opernwerke in den Fokus stellte, fand beim Publikum nur begrenzten Anklang.

Die Auslastung der Oper lag in der Spielzeit 2024/25 bei etwa 63 Prozent, was als deutlich steigerungsfähig gilt. Bei manchen Inszenierungen mussten die Musiker vor spärlich besetztem Publikum spielen. Theiler plant daher, neben Eigenproduktionen auch erfolgreiche Repertoirestücke aus anderen Häusern zu übernehmen. „Das Haus braucht ein paar gute Namen, die Aufmerksamkeit ziehen“, betonte er.

Zukunftsperspektive: Theiler als Brückenbauer

Neben seiner einjährigen Übergangsintendanz in der Spielzeit 2027/28 wird Peter Theiler auch bei der Suche nach einer dauerhaften Intendanz helfen. Seine Aufgabe ist es, das Aalto-Musiktheater und die Essener Philharmoniker auf einen neuen Kurs zu bringen und die Publikumszahlen zu steigern. Die Personalie wird als Chance gesehen, dem traditionsreichen Haus an der Ruhr neuen Glanz zu verleihen.

Die Essener Kulturpolitik setzt damit auf einen bewährten Manager, der mit seinem Netzwerk und seiner Erfahrung frischen Wind in die Oper bringen soll. Theilers Rückkehr aus dem Ruhestand unterstreicht die Bedeutung dieser Herausforderung für die Essener Kulturszene.

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