Abschied von Angelika Mann: DDR-Sängerin in Berlin-Schöneberg beigesetzt
Angelika Mann in Berlin-Schöneberg beigesetzt

Abschied von einer Bühnenlegende: Angelika Mann in Berlin beigesetzt

Die deutsche Musik- und Theaterszene hat Abschied von einer ihrer prägenden Persönlichkeiten genommen. Angelika Mann, die als eine der bekanntesten Sängerinnen der DDR und darüber hinaus Berühmtheit erlangte, wurde auf dem Friedhof Stubenrauchstraße in Berlin-Schöneberg beigesetzt. Die Beerdigung fand im engsten Familienkreis statt, wurde jedoch von großer Anteilnahme aus dem künstlerischen Umfeld begleitet.

Letzte Ruhe neben Weggefährten

Ihr Ehemann Ralf Rasch bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass mehr als 100 Trauergäste der Beisetzung beiwohnten. „Das war für uns eine große Unterstützung“, erklärte Rasch und betonte die emotionale Bedeutung dieser Geste. Die Beerdigung erfolgte unter großer Anteilnahme von Berufskollegen und langjährigen Weggefährten, die der Künstlerin die letzte Ehre erwiesen.

Der Friedhof Stubenrauchstraße in Friedenau wurde bewusst als letzte Ruhestätte gewählt. Angelika Manns Grab befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Grabstätte des Musikers Franz Bartzsch, der zahlreiche ihrer Songs komponierte und somit ein wichtiger künstlerischer Partner war. Dieser Friedhof ist bekannt als letzte Ruhestätte zahlreicher prominenter Persönlichkeiten des deutschen Kulturlebens, darunter Filmdiva Marlene Dietrich und Fotograf Helmut Newton.

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Ein Leben für die Bühne

Angelika Mann, die aufgrund ihrer Körpergröße von 1,49 Metern liebevoll „die Lütte“ genannt wurde, verstarb am 21. Januar 2026 im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer zurückgekehrten Krebserkrankung. Ihr künstlerisches Wirken erstreckte sich über mehr als ein halbes Jahrhundert, in dem sie nicht nur als Sängerin, sondern auch als Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin das Publikum begeisterte.

Interessanterweise begann ihr beruflicher Weg zunächst in einer ganz anderen Richtung: Sie absolvierte eine Ausbildung zur Apothekerin, bevor sie sich vollständig der Bühnenkunst widmete. Diese Entscheidung erwies sich als wegweisend, denn sie entwickelte sich zu einer der prägendsten Künstlerinnen mit DDR-Wurzeln, deren Popularität auch nach dem Mauerfall ungebrochen blieb.

Ihr künstlerisches Erbe umfasst:

  • Mehr als fünf Jahrzehnte Bühnenerfahrung
  • Erfolgreiche Karriere als Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin
  • Zahlreiche musikalische Zusammenarbeiten, insbesondere mit Komponist Franz Bartzsch
  • Anhaltende Popularität über die Wiedervereinigung hinaus

Die Beisetzung markiert den würdevollen Abschluss eines außergewöhnlichen Künstlerlebens, das Generationen von Zuschauern und Zuhörern geprägt hat. Angelika Manns Vermächtnis bleibt sowohl in ihren musikalischen Aufnahmen als auch in den Erinnerungen ihrer Fans und Kollegen lebendig.

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