Theater in Anklam: Acht Millionen Euro Landesförderung warten auf Eigenmittel
Anklamer Theater: 8 Mio. Euro Förderung braucht Eigenanteil

Theater mit Baustellen-Not: Acht Millionen Euro Landesförderung winken

Für die Vorpommersche Landesbühne in Anklam zeichnet sich eine bedeutende finanzielle Unterstützung ab. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat kürzlich die Förderabsicht von acht Millionen Euro für dringend benötigte Sanierungsmaßnahmen am Anklamer Theater bekundet. Finanzminister Heiko Geue überbrachte diese positive Nachricht persönlich an die Theaterleitung.

Investitionen in erste Bauabschnitte geplant

Die beabsichtigten acht Millionen Euro sollen in erste Umbaumaßnahmen am Verwaltungsgebäude, den Werkstätten, der Probebühne und dem Theaterhof fließen. Insgesamt sind für diese ersten beiden Bauabschnitte Investitionen von zehn Millionen Euro vorgesehen. Die bauliche Situation am Hauptsitz der Vorpommerschen Landesbühne wird vom Land als prekär anerkannt.

Doch es gibt eine entscheidende Bedingung: Ohne entsprechende Eigenmittel gibt es auch kein Geld vom Land. Konkret müssen vor Ort zwei Millionen Euro aufgebracht werden, um die Fördergelder freizusetzen und mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Diese Hürde stellt das Theater vor eine große Herausforderung.

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Verteilung der Eigenmittel geplant

In der Stadtpolitik von Anklam wird bereits ein konkretes Finanzierungsmodell diskutiert. Dieses sieht folgende Beiträge für die ersten beiden Bauabschnitte vor:

  • Vorpommersche Landesbühne: 1.000.000 Euro
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald: 500.000 Euro
  • Stadt Anklam: 200.000 Euro
  • Stadt Barth: 100.000 Euro
  • Gemeinde Zinnowitz: 100.000 Euro
  • Stadt Wolgast: 50.000 Euro
  • Gemeinde Heringsdorf: 50.000 Euro

Andreas Brüsch, Vorsitzender der vorpommerschen Kulturfabrik als Betreiber des Theaters, erklärte im Anklamer Hauptausschuss, dass das Theater bereit sei, einen Teil der Summe über neue Kredite zu stemmen. Das Theater stehe derzeit nahezu ohne finanzielle Kreditbelastungen da.

Landkreis noch zurückhaltend bei konkreten Zahlen

Während in Anklam bereits konkrete Finanzierungspläne diskutiert werden, zeigt sich der Landkreis Vorpommern-Greifswald noch zurückhaltender. Kreissprecher Florian Stahlkopf erklärte, dass man noch keine konkreten Zahlen präsentieren könne. Es habe jedoch bereits eine erste Abstimmung mit allen Kooperationspartnern gegeben, und weitere Termine sollen folgen.

Stahlkopf betonte gleichzeitig die Bedeutung der Arbeit der Vorpommerschen Landesbühne und die Notwendigkeit der Sanierung des Anklamer Theaters für den gesamten Landkreis. Die Bedeutung des Theaterhofes samt Werkstätten in Anklam für den gesamten Spielbetrieb an allen Standorten der Landesbühne wurde in der Vergangenheit immer wieder hervorgehoben.

Dritter Bauabschnitt für eigentliches Theater geplant

Die aktuell geplanten Maßnahmen betreffen vor allem die Werkstätten und Nebenbereiche des Theaters. Die Sanierung des eigentlichen Anklamer Theatersaals selbst steht noch in einem dritten Bauabschnitt aus, der im Anschluss an die ersten beiden Abschnitte erfolgen soll.

Die Theaterleitung und die politischen Akteure vor Ort drängen auf eine schnelle Lösung, da die bauliche Situation wie ein Damoklesschwert über dem laufenden Theaterbetrieb hänge. Man würde lieber heute als morgen mit den Bauarbeiten beginnen, doch ohne die erforderlichen Eigenmittel bleibt die Landesförderung unerreichbar.

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