Perlite, Vermiculite oder Zeolith: Welcher Bodenzusatz ist der beste?
Drei Wundermittel für bessere Blumenerde

Wer Zimmerpflanzen, Kübelpflanzen oder Beete verbessern möchte, stößt schnell auf Perlite, Vermiculite und Zeolith. Alle drei Zusätze können die Erde aufwerten, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Die Wahl des richtigen Bodenverbesserers hängt von den spezifischen Bedürfnissen der Pflanzen und den Eigenschaften des Substrats ab.

Perlite für mehr Luft im Wurzelbereich

Perlite ist an seinen weißen Körnchen zu erkennen, die aus vulkanischem Glas bestehen, schreibt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Durch starke Erhitzung bläht sich das Material auf und wird besonders leicht. Im Substrat sorgt es vor allem für mehr Luft. Die formstabilen Körnchen halten die Erde locker und schaffen dauerhafte Sauerstoffräume für die Wurzeln. Für viele Zimmerpflanzen reicht ein Anteil von etwa 30 Prozent Perlite. Bei Kakteen können es bis zu 50 Prozent sein. Wichtig ist allerdings, dass man nur gekennzeichnete Produkte von Gartenperlite verwendet.

Vermiculite als Wasserspeicher

Vermiculite entsteht ebenfalls durch starke Erhitzung, basiert jedoch auf einem natürlichen Schichtsilikat. Die goldbraunen Plättchen besitzen zahlreiche Hohlräume und können große Mengen Wasser speichern. Dadurch gibt Vermiculite Feuchtigkeit bei Trockenheit nach und nach wieder ab. Empfohlen wird häufig eine Mischung aus 60 Prozent Erde und 40 Prozent Vermiculite. Dank seiner Keimfreiheit kann es auch zum Abdecken von Saatgut verwendet werden.

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Zeolith als Nährstoffdepot

Zeolith unterscheidet sich deutlich von den beiden anderen Stoffen. Es handelt sich um ein vulkanisches Gestein, das nicht aufgebläht wird. Seine große innere Oberfläche ermöglicht es, Nährstoffe und Wasser zu speichern. Das Mineral wirkt im Boden wie ein Depot. Es bindet unter anderem Kalium und Magnesium und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Dadurch können Nährstoffverluste beim Gießen verringert werden. Vor allem Tomaten und stark zehrende Balkonpflanzen profitieren davon. Gleichzeitig verbessert Zeolith die Wasserspeicherung. Die passende Dosierung hängt vom jeweiligen Produkt ab. Da Zeolith alkalisch wirkt, eignet es sich jedoch nicht für Pflanzen, die saure Böden bevorzugen, etwa Rhododendren, Heidelbeeren oder Hortensien.

Welcher Zusatz passt wofür?

Im Topf entscheidet vor allem der Bedarf der Pflanze. Perlite verbessert die Belüftung, während Vermiculite die Feuchtigkeit erhöht. In Kübeln kann eine Kombination aus Vermiculite und Zeolith helfen, Wasser und Nährstoffe länger verfügbar zu halten. Im Beet punktet Zeolith durch seine langfristige Wirkung als Wasser- und Nährstoffspeicher. Beim Anmischen aller drei Materialien sollte wegen der Staubentwicklung möglichst im Freien gearbeitet und eine Atemschutzmaske getragen werden. Nachhaltiger bleibt allerdings Kompost, da er den Boden lockert, Wasser und Nährstoffe speichert und im eigenen Garten hergestellt werden kann.

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