Kartoffeln gehören in vielen Haushalten zum beliebten Vorrat – bis sie plötzlich schrumpelig werden, grüne Stellen bekommen oder lange Keime treiben. Dann landet schnell mehr im Müll als auf dem Teller. Dabei lässt sich das Keimen mit der richtigen Lagerung und einem einfachen Hausmittel hinauszögern.
Äpfel bremsen das Keimen aus
Der Lagerort muss stimmen: trocken, luftig, dunkel und nicht zu warm. Trotzdem bilden sich oft kleine Sprossen. Was viele nicht wissen, ist, dass ein bis zwei Äpfel helfen können, das zu verhindern. Sie geben das Reifegas Ethylen ab, das eigentlich dafür bekannt ist, anderes Obst schneller verderben zu lassen.
Doch bei Kartoffeln wirkt Ethylen anders: Das Gas bremst den Keimprozess, statt ihn zu fördern. Es hemmt die Zellstreckung in den Knollen, wodurch sich die Bildung von Keimen deutlich verlangsamt. Dies wird auch durch Forschungsergebnisse der Cranfield University im Vereinigten Königreich bestätigt, die den Einsatz von Ethylen zur Keimunterdrückung während der Lagerung untersucht hat.
Vorsicht bei langen Keimen
Und wenn die Kartoffeln doch keimen? Entscheidend ist, wie stark. Beim Keimen bildet sich Solanin – ein leicht giftiger Stoff. Die Kartoffel wurde deshalb sogar zur „Giftpflanze des Jahres 2022“ gewählt. Der Konsum kann zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Kopfschmerzen führen.
Sind die Keime kürzer als ein Zentimeter, kann man sie noch essen. Wichtig ist, die Keime vor dem Kochen großzügig auszuschneiden.
Nicht mehr essen bei grünen Stellen
Anders sieht es aus, wenn die Keime länger sind oder die Kartoffel grüne Stellen hat. Dann gilt es, die Kartoffeln zu entsorgen. Denn in dem Fall ist die Solanin-Konzentration zu hoch, was zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Wer bei seiner Ernährung auf frische und sichere Lebensmittel achtet, sollte solche Kartoffeln daher nicht mehr verwenden.
Dieser einfache Trick mit Äpfeln kann also helfen, Kartoffeln länger frisch zu halten und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Probieren Sie es aus!



