Grundstück mit Trüffelschatz wird versteigert
Grundstück mit Trüffelschatz wird versteigert

Ilsenburg (Sachsen-Anhalt) – Diese Grundstücksversteigerung dürfte für Gourmets interessant sein. Denn im Boden steckt eine seltene Kostbarkeit. Wer den Zuschlag bekommt, kauft nicht nur Wald, sondern auch einen Schatz unter der Erde.

Das Grundstück und sein verborgener Reichtum

Das rund 11 Hektar große Waldgrundstück im Harz kommt am 25. Juni unter den Hammer. Das Startgebot liegt bei 175.000 Euro. Das Besondere: Im Boden sollen zahlreiche schwarze Trüffel wachsen, die teuersten Pilze der Welt.

Was die Trüffel im Boden wert sind

Bisher ist das Mittelgebirge zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eher für den Sauermilchkäse „Harzer Roller“ und den Kräuterlikör „Schierker Feuerstein“ bekannt. Doch nun kommt ein kulinarisches Highlight dazu, das nicht nur regional Fans hat: aromatischer schwarzer Trüffel (Tuber aestivum). Ein Kilo kostet rund 700 Euro.

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Eine Sprecherin der Deutschen Grundstücksauktionen AG, die das Grundstück in Ilsenburg versteigert, erklärte: „Bei dem Areal handelt es sich um einen Trüffelstandort mit gutem Bestand an aromatischen Trüffeln.“ Es gehe unter anderem um die Art Tuber aestivum.

Der durchmischte Wald sowie der kalkhaltige Boden bieten ideale Anbaubedingungen. Dort wachsen Schwarzkiefern, Buchen und Edelgehölze. Die Beschreibung im Katalog macht potenziellen Bietern schon einmal Appetit: „Der feste und verwitterungsstabile Muschelkalk ist gut für das Trüffelwachstum, da er kalkhaltig und locker ist und somit ideal für die Symbiose zwischen Trüffelpilz und Wirtsbaum.“ Allerdings: Wild gewachsene Trüffel stehen in Deutschland auf der Roten Liste und dürfen der Natur nicht entnommen werden.

Ob es jedoch möglich ist, dort eine Plantage anzulegen, um kultivierte Trüffel zu ernten, ist unklar: „Das muss der Käufer prüfen. Wir teilen alles mit, was wir über das Grundstück wissen, bieten es aber als forstwirtschaftliches Nutzungsobjekt an“, so die Sprecherin weiter.

So wurde die Kostbarkeit entdeckt

Der bisherige Eigentümer war auf den Bestand aufmerksam geworden, nachdem er das Gelände mit einer professionellen Forschungsgruppe und einem Trüffelsuchhund erkundet hatte.

Deutschland hat mehr natürliche Trüffelvorkommen, als die meisten Menschen glauben. Weil sie etwa fünf bis 20 Zentimeter unter der Erde wachsen, sieht man sie nicht.

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