Fremdgeh-Verdacht? Therapeuten raten zu diesem ersten Schritt
Berlin. Marc vermutet, dass Susanne fremdgeht. In der Therapie offenbart sich eine tiefere Krise. Hat die Beziehung der beiden noch eine Chance? Von Gisbert Straden und Andrea Katz-Straden 16.06.2026, 15:49 Uhr
Wenn Misstrauen wächst, geraten Paare oft in einen Kreislauf aus Kontrolle, Rückzug und verletztem Vertrauen (Symbolbild). Ein Verdacht auf Untreue bringt eine Beziehung an einen gefährlichen Kipppunkt. Das Paartherapeuten-Duo Katz und Straden erkennt, dass hinter Eifersucht und Rückzug oft mehr steckt als eine mögliche Affäre. Entscheidend wird, ob beide Partner den Mut finden, den zerstörerischen Kreislauf zu durchbrechen.
Als Marc (34) und seine Frau Susanne (32) in die Praxis kommen, scheint die Situation festgefahren. Marc berichtet unter Tränen, dass er den Verdacht hat, seine Frau Susanne habe ihn mit ihrem Fitnesstrainer betrogen. Sie bestreitet das – und wirft ihm vor, extrem eifersüchtig zu sein, ihr Tagebuch gelesen und ihren Rechner gehackt zu haben. In der Therapie wird deutlich: Der mögliche Seitensprung ist nur die Oberfläche.
Unsere Erfahrung als Therapeutenpaar zeigt: Solch ein Verdacht kann für eine Beziehung zur Zerreißprobe werden. Viele erkennen sich darin vermutlich wieder, zumindest in abgeschwächter Form: Der eine wird kontrollierender, der andere entzieht sich immer mehr. Oft ist es schwer, hier alleine den Weg herauszufinden. Es kommt dabei auf ein paar Faktoren an, die entscheidend sind, damit die Partnerschaft nicht scheitert.
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Der erste Schritt zur Rettung der Beziehung
Die Therapeuten raten Paaren, die unter einem Fremdgeh-Verdacht leiden, zu einem offenen Gespräch ohne Vorwürfe. Statt Kontrolle und Rückzug sollten beide Partner ihre Ängste und Bedürfnisse äußern. Oft steckt hinter der Eifersucht eine tiefere Unsicherheit oder unerfüllte Bedürfnisse in der Beziehung. Der Schlüssel liegt darin, den Kreislauf aus Misstrauen und Abwehr zu durchbrechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.



