Viele Hundehalter glauben, ihr älterer Hund werde einfach nur bequemer. Doch oft steckt etwas ganz anderes dahinter: Schmerzen, verursacht durch Arthrose, die das Tier still erträgt. Diese chronische Gelenkerkrankung betrifft vor allem ältere Hunde, aber auch jüngere Tiere können betroffen sein. Die frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um die Lebensqualität des Hundes zu verbessern.
Warum Hunde Schmerzen verbergen
Hunde haben einen ausgeprägten Überlebensinstinkt, der sie dazu bringt, Schmerzen zu verstecken. In der freien Wildbahn wäre ein schwaches Tier eine leichte Beute. Daher zeigen Hunde oft erst dann deutliche Symptome, wenn die Schmerzen bereits fortgeschritten sind. Als Halter ist es wichtig, auf subtile Veränderungen im Verhalten und in der Bewegung zu achten.
Die 6 häufigsten Warnzeichen
Hier sind sechs Anzeichen, die auf Arthrose hindeuten können und die Sie nicht als „normal im Alter“ abtun sollten:
- Verändertes Gangbild: Ihr Hund läuft steifer, humpelt oder hat Schwierigkeiten beim Aufstehen.
- Weniger Aktivität: Er zeigt weniger Interesse an Spaziergängen, Spielen oder Treppensteigen.
- Verhaltensänderungen: Ihr Hund wirkt gereizt, zieht sich zurück oder leckt vermehrt bestimmte Gelenke.
- Muskelschwund: Besonders an den Hinterbeinen kann eine Abnahme der Muskelmasse sichtbar sein.
- Schwierigkeiten beim Hinlegen: Ihr Hund sucht lange nach einer bequemen Position oder stöhnt beim Hinlegen.
- Vermehrte Ruhephasen: Er schläft mehr und zeigt weniger Interesse an Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben.
Frühzeitige Hilfe verbessert die Lebensqualität
Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei Ihrem Hund bemerken, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhalten. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören spezielle Diäten, Nahrungsergänzungsmittel, Physiotherapie und Schmerzmedikamente. Auch Anpassungen im Alltag, wie rutschfeste Unterlagen und bequeme Liegeplätze, können helfen.
Ignorieren Sie die Warnsignale nicht. Ihr Hund verlässt sich darauf, dass Sie seine Schmerzen erkennen und ihm helfen. Mit der richtigen Unterstützung kann er trotz Arthrose noch viele glückliche Jahre genießen.



