Femizid auf Spielplatz in Linden: Mann ersticht seine Ehefrau vor den Augen der Kinder
Linden – Ein schreckliches Verbrechen erschüttert die Gemeinde Linden im Landkreis Kaiserslautern. Am Dienstagnachmittag wurde eine 37-jährige Frau auf einem Spielplatz vor den Augen ihrer eigenen Kinder mit einem Messer attackiert. Wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und das Polizeipräsidium Westpfalz am Donnerstag mitteilten, handelt es sich bei dem Täter um ihren Ehemann (40). Die Frau erlitt schwere Verletzungen am Hals und verstarb noch am Tatort.
Die Frau hatte mit drei ihrer vier Kinder den Dorfspielplatz in Linden besucht. Das vierte Kind war zu Hause geblieben. Am Nachmittag fuhr der Ehemann und Vater der Kinder mit seinem Auto am Spielplatz vor. Der US-Amerikaner ging unvermittelt auf seine Frau zu und stach mehrfach auf sie ein. Die Kinder mussten die Tat mit ansehen.
Täter verletzt sich selbst schwer
Nach der Tat fügte sich der 40-Jährige selbst schwere Verletzungen am Hals zu. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er sich weiterhin befindet. Bislang konnte er sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Kinder sind nach Angaben der Behörden bei Verwandten untergebracht.
Hintergrund: Getrennt lebend und Kontaktverbot
Das Ehepaar lebte bereits seit mehreren Monaten getrennt. Ende März erließ das Familiengericht Kaiserslautern eine einstweilige Anordnung, die dem Mann jeglichen Kontakt zu seiner Frau sowie das Betreten der gemeinsamen Wohnung verbot. Zudem entzog ihm das Amtsgericht vorläufig die elterliche Sorge. Grund für das Kontaktverbot war ein Suizidversuch des 40-Jährigen in der Wohnung, der auf eine psychische Ausnahmesituation hindeutete.
Ermittlungen wegen Totschlags
Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ermittelt nun gegen den Mann wegen Totschlags. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.
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