Katzenpfoten extrem empfindlich: Das steckt hinter dem Schutzmechanismus
Katzenpfoten: Warum sie so empfindlich sind und wie man sie schützt

Wer schon einmal versucht hat, die Pfote einer Katze zu berühren, kennt die Reaktion: Viele Tiere ziehen sie sofort zurück. Dahinter steckt meist kein Ungehorsam, sondern ein ganz natürlicher Schutzmechanismus. Denn Katzenpfoten gehören zu den empfindlichsten Körperteilen.

Pfoten sind hochsensibel

Die Pfotenballen sind weit mehr als nur „Fußsohlen“, schreibt PETBOOK. Sie enthalten zahlreiche Nervenrezeptoren und helfen Katzen, Druck, Untergründe, Temperatur und sogar feine Vibrationen wahrzunehmen. Deshalb reagieren viele Tiere empfindlich auf Berührungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Katze Pfotenkontakt ablehnt. Manche genießen sogar sanfte Massagen – allerdings meist nur bei Menschen, zu denen sie großes Vertrauen haben.

Schmerzen als mögliche Ursache

Zeigt eine Katze plötzlich Abwehr, obwohl sie sich früher problemlos an die Pfoten fassen ließ, können Schmerzen die Ursache sein. Katzen verbergen diese oft sehr gut und humpeln selbst bei eingetretenen Grannen oder anderen Verletzungen nicht immer.

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Auch Arthrose kann Pfoten empfindlich machen, besonders bei älteren Katzen. Eine genetische Ursache gibt es zudem bei der Scottish Fold. Die Mutation, die ihre Faltohren verursacht, kann schmerzhafte Veränderungen an den Gelenken der Vorder- und Hinterpfoten auslösen.

Schlechte Erfahrungen bleiben

Manche Katzen verbinden das Anfassen der Pfoten mit Schmerzen. Das kann passieren, wenn beim Krallenschneiden versehentlich in den durchbluteten Teil der Kralle geschnitten wurde. Auch eine ausgerissene Kralle kann dazu führen, dass das Tier Berührungen künftig meidet.

Ein besonders trauriger Grund betrifft Katzen, denen die Krallen entfernt wurden. Das sogenannte Krallenamputieren ist in Deutschland verboten, kommt aber bei Tieren aus dem Ausland noch vor.

Geduld statt Zwang

Lässt sich eine Katze nicht an den Pfoten berühren, hilft nur behutsames Training. Belohnen Sie jede ruhige Reaktion mit einem besonders beliebten Leckerli. Anfangs reicht es, die Hand nur in die Nähe der Pfote zu bringen. Erst wenn Ihr Haustier entspannt bleibt, folgt der nächste Schritt.

Mehrere kurze Übungseinheiten pro Tag sind dabei sinnvoller als lange Trainingseinheiten. Wichtig ist, die Übung zu beenden, bevor die Katze die Situation als unangenehm empfindet.

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