Geldanlage: 6 Finanzprofis verraten ihre ETF-Strategie
Geldanlage: 6 Finanzprofis verraten ihre ETF-Strategie

ETFs sind aus der modernen Geldanlage nicht mehr wegzudenken. Kein anderes Produkt bietet Anlegern einen so einfachen Zugang zu den internationalen Aktienmärkten. Doch gerade die Vielzahl an Fonds macht die Entscheidung schwer. Sechs bekannte Finanzprofis haben im Gespräch mit BILDplus verraten, welche ETFs sie selbst kaufen und worauf sie bei der Auswahl achten. Der folgende Überblick fasst ihre Kernaussagen zusammen.

Warum ETFs bei Profis so beliebt sind

ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, bilden einen Börsenindex wie den DAX oder den MSCI World ab. Gegenüber aktiv gemanagten Fonds haben sie entscheidende Vorteile: niedrigere Kosten, bessere Transparenz und eine breite Risikostreuung. Genau diese Eigenschaften machen sie für professionelle Anleger besonders attraktiv.

Der weltweite ETF-Markt ist inzwischen auf ein Volumen von über zehn Billionen US-Dollar angewachsen. Auch in Deutschland wächst die Beliebtheit der passiven Indexfonds stetig. Mehr als 2.000 ETFs sind hierzulande handelbar – die Qual der Wahl ist also groß.

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Was die sechs Finanzprofis beim ETF-Kauf beachten

Die sechs befragten Experten arbeiten täglich mit Kapitalmärkten und haben klare Vorstellungen von gelungener Geldanlage. Aus ihren Einschätzungen lässt sich eine gemeinsame Linie ableiten. Sie setzen auf international breit gestreute Indizes und meiden Nischenprodukte, die nur auf kurzfristige Moden setzen.

Besonders stark achten die Profis auf die Kostenquote. Denn schon kleine Unterschiede bei der jährlichen Gebühr können über die Jahre einen erheblichen Einfluss auf die Rendite haben. Daher bevorzugen sie ETFs mit einer niedrigen Gesamtkostenquote (TER). Ein weiteres Kriterium ist die sogenannte Tracking Difference, also die Genauigkeit, mit der der Fonds seinen Index nachbildet.

Rendite und Sicherheit klug kombinieren

Die Kunst der Geldanlage liegt darin, Renditechancen und Sicherheit in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. ETFs bieten dafür eine einfache Lösung: Mit einem Mix aus Aktien- und Anleihen-ETFs lässt sich die Risikostreuung erhöhen, ohne auf Wachstumspotenzial zu verzichten.

Die Finanzprofis empfehlen, die Aufteilung je nach Lebensphase und Risikobereitschaft zu wählen. Jüngere Anleger können demnach stärker auf Aktien-ETFs setzen, während Anleger kurz vor dem Ruhestand einen höheren Anteil an stabileren Anleihen-ETFs wählen sollten. Diese Grundregel der Anlagestrategie zieht sich durch viele Empfehlungen.

Worauf Anleger beim ETF-Kauf konkret achten sollten

Um aus der Masse an Produkten den passenden ETF herauszufiltern, sollten Anleger folgende Kriterien prüfen:

  • Kostenquote (TER): Die jährlichen Verwaltungskosten sollten möglichst niedrig sein, denn geringe Gebühren steigern die Rendite.
  • Tracking Difference: Sie zeigt, wie genau der ETF die Wertentwicklung des Index abbildet. Je geringer die Abweichung, desto besser.
  • Fondsvolumen: Produkte mit einem Volumen von mehreren Hundert Millionen Euro gelten als liquider und stabiler.
  • Replikationsmethode: Physische und synthetische ETFs unterscheiden sich in Kosten und Risiko – die Wahl sollte bewusst getroffen werden.
  • Ausschüttung: Ausschüttende ETFs zahlen Erträge aus, thesaurierende legen sie automatisch wieder an. Dies hat auch steuerliche Auswirkungen.

Depot wie ein Profi aufbauen

Die Profis raten außerdem zu einem ETF-Sparplan. Wer regelmäßig einen festen Betrag in einen breit aufgestellten Indexfonds investiert, profitiert vom Cost-Average-Effekt und muss den perfekten Einstiegszeitpunkt nicht kennen. Wichtig ist, langfristig investiert zu bleiben und nicht auf kurzfristige Marktschwankungen zu reagieren.

Für ein professionelles Depot empfehlen die Experten einen Kern aus soliden Indexfonds. Einzelaktien sollten nur als Beigabe dienen, nicht als Basis. Wer diese Struktur beachtet, kann auch mit kleineren Beträgen systematisch Vermögen aufbauen.

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Fazit

Die Empfehlungen der sechs Finanzprofis zeigen: ETFs sind eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um langfristig Vermögen aufzubauen. Entscheidend ist nicht das perfekte Produkt, sondern eine durchdachte Strategie, die zu den persönlichen Zielen passt. Wer die Tipps aus dem Beitrag von Claudia Mende beherzigt, stellt sein Depot deutlich professioneller auf. Die vollständigen Aussagen der sechs Experten lesen Sie im Originalartikel.