Heute trifft die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2026 auf Curaçao. Die Karibikinsel mit rund 150.000 Einwohnern ist vielen vor allem durch den blauen Likör bekannt. Doch die Insel hat weit mehr zu bieten: traumhafte Strände, hervorragende Tauchreviere und eine farbenfrohe Hauptstadt. Curaçao zählt zu den reizvollsten Reisezielen der Karibik.
Lage und Sprache
Curaçao gehört zu den sogenannten ABC-Inseln und liegt rund 60 Kilometer vor der Küste Venezuelas, zwischen Aruba und Bonaire. Die Insel ist ein autonomer Landesteil des Königreichs der Niederlande. Amtssprache ist Niederländisch, viele Menschen sprechen außerdem Englisch und Papiamentu – eine Sprache mit Einflüssen aus dem Spanischen, Englischen, Niederländischen und Portugiesischen.
Geschichte mit europäischem Erbe
Die Geschichte der Insel ist eng mit Europa verbunden. Entdeckt wurde Curaçao 1499 vom spanischen Seefahrer Alonso de Ojeda. Die Kolonisierung hatte schwere Folgen für die Ureinwohner: Eingeschleppte Krankheiten rafften große Teile der indigenen Bevölkerung dahin, Überlebende wurden zur Zwangsarbeit auf das Festland deportiert. 1634 übernahm die Niederländische Westindien-Kompanie die Kontrolle. Seit 2010 ist Curaçao ein eigenständiges Land innerhalb des niederländischen Königreichs.
Tourismus und Natur
Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle. Die Anreise aus Europa ist vergleichsweise unkompliziert, von Amsterdam gibt es tägliche Flugverbindungen. Anders als viele Karibikinseln ist Curaçao nicht von dichtem Regenwald geprägt. Wegen geringer Niederschläge wirkt die Landschaft stellenweise karg. Dennoch wachsen rund 450 Pflanzenarten auf der Insel. Dazu kommen Tiere wie Leguane, der Curaçao-Hirsch und fast 200 Vogelarten.
Strände und Altstadt
Die größten Anziehungspunkte sind die Strände. Zu den bekanntesten zählen Cas Abao, Mambo Beach und Playa Lagun. Das Wasser ist klar, die Küsten bieten gute Bedingungen zum Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen. Auch an Land gibt es viel zu entdecken: Die Hauptstadt Willemstad mit ihren bunten Häuserfassaden erinnert stellenweise an niederländische Städte. Die historischen Viertel Punda, Otrobanda, Scharloo und Pietermaai gehören seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Klima
Das Klima macht Curaçao das ganze Jahr über attraktiv. Die Durchschnittstemperatur liegt bei etwa 28 Grad. Am heißesten wird es meist zwischen August und Oktober mit rund 32 Grad, die vergleichsweise kühleren Monate liegen zwischen Dezember und März bei etwa 24 Grad. Eine ausgeprägte Regenzeit gibt es nicht. Vor allem zwischen Oktober und Dezember können kräftige Schauer auftreten, sie bleiben jedoch meist die Ausnahme. Damit bietet Curaçao fast das ganze Jahr über gute Bedingungen für einen Urlaub in der Karibik.



