Blütenpracht mit Mehrwert: So helfen Blumen im Gemüsebeet
Blütenpracht mit Mehrwert: So helfen Blumen im Gemüsebeet

Ringelblumen zwischen Tomaten oder Borretsch neben Zucchini sind nicht nur dekorativ: Blumen im Gemüsebeet können Bestäuber und Nützlinge anlocken, Schädlinge beeinflussen und sogar den Boden verbessern. Eine echte biologische Symbiose entsteht zwar nicht, dennoch kann die Kombination für Hobbygärtner sinnvoll sein.

Diese Vorteile bringen Blumen

Viele Gemüsearten wie Zucchini, Gurken, Kürbisse oder Melonen sind auf Insekten zur Bestäubung angewiesen. Blühpflanzen wie Borretsch oder Phacelia ziehen Bienen und andere Bestäuber an und können so die Fruchtbildung unterstützen, verrät myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Auch gegen Schädlinge können manche Blumen helfen. Tagetes lockt schädliche Nematoden an und setzt Stoffe frei, die die Bodenbewohner abtöten. Ringelblumen können den Bestand von schädlichen Fadenwürmern ebenfalls reduzieren. Zudem ziehen Ringelblumen Schweb- und Florfliegen an, deren Larven große Mengen Blattläuse fressen.

Bestimmte Düfte scheinen Schädlinge zusätzlich abzulenken. So hält Tagetes die Weiße Fliege auf Abstand. Borretsch soll Kohlweißlinge verwirren und die Eiablage erschweren.

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Helfer für Boden und Beet

Einige Blumen dienen als sogenannte Opferpflanzen. Tagetes wird von Schnecken oft bevorzugt gefressen. Dadurch lassen sich die Tiere leichter finden und absammeln. Kapuzinerkresse wird häufig eingesetzt, um Blattläuse anzuziehen. Die Wirkung gilt jedoch nicht als gesichert, da verschiedene Blattlausarten unterschiedlich reagieren.

Ringelblumen und Phacelia verbessern außerdem die Bodenstruktur. Ihre Wurzeln lockern den Boden und belüften ihn. Nach der Blüte können die Pflanzen eingearbeitet werden und tragen zur Humusbildung bei.

Kapuzinerkresse wächst besonders dicht und bedeckt den Boden wie eine natürliche Mulchschicht. Dadurch haben viele Unkräuter schlechtere Chancen.

Wo die Grenzen liegen

Blumen konkurrieren mit Gemüse um Licht, Wasser und Nährstoffe. Vor allem in kleinen oder dicht bepflanzten Hochbeeten sollte dieser Platzbedarf berücksichtigt werden.

Außerdem benötigen die Blühpflanzen selbst Pflege. Werden verblühte Blüten nicht regelmäßig entfernt, bilden sich weniger neue Blüten – und damit kommen auch weniger Nützlinge ins Beet.

Besonders bewährt haben sich Tagetes, Kapuzinerkresse, Ringelblumen, Borretsch und Phacelia. Sie passen zu vielen Gemüsearten und bringen Nutzen für Insekten, Boden und Beet. Wunder sollte man allerdings nicht erwarten: Blumen können das Gemüsebeet sinnvoll ergänzen, ersetzen aber keine gute Pflege.

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