Von Anfang Mai bis September ist Erdbeerzeit. Die roten Früchte landen dann in Kuchen, Desserts, Smoothies – oder direkt im Mund. Doch was ist mit Hund oder Katze, die neugierig daneben sitzen? Die gute Nachricht: Hunde dürfen Erdbeeren essen. Und auch Katzen dürfen in kleinen Mengen Erdbeeren probieren. Worauf Sie genau achten müssen, wenn Ihre Vierbeiner die süße Frucht probieren, und warum das sogar gesund sein kann, lesen Sie hier.
Warum Erdbeeren für Hunde gesund sein können
Erdbeeren enthalten vergleichsweise wenig Kalorien und liefern wichtige Nährstoffe. Dazu gehören:
- Vitamin C: unterstützt das Immunsystem.
- Kalium und Magnesium: wichtig für Herz, Muskeln und Nerven.
- Folsäure: spielt eine Rolle bei Zellteilung und Stoffwechsel.
- Ballaststoffe: können die Verdauung unterstützen.
- Antioxidantien und Pflanzenstoffe: helfen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Für Hunde sind Erdbeeren trotzdem nur ein Extra und kein Hauptfutter, wie auch PETBOOK (gehört zu Axel Springer) berichtet.
Dürfen Katzen Erdbeeren essen?
Ja, Katzen dürfen Erdbeeren essen – aber nur in sehr kleinen Mengen. Erdbeeren gelten für Katzen nicht als giftig. Viele Katzen interessieren sich allerdings kaum dafür, weil sie Süßes nicht so schmecken wie Menschen.
Wichtig: Katzen sind Fleischfresser. Obst brauchen sie nicht für eine ausgewogene Ernährung. Eine kleine Erdbeere oder ein kleines Stückchen als gelegentliche Kostprobe ist in Ordnung, wenn die Katze es verträgt. Bekommt die Katze nach Erdbeeren Durchfall, Erbrechen oder Bauchgrummeln, sollte sie keine Erdbeeren mehr bekommen.
Wie viele Erdbeeren darf ich meinem Haustier geben?
Bei Hunden kommt es auf die Menge an. Als vorsichtige Orientierung gilt: etwa ein Gramm Erdbeere pro Kilogramm Körpergewicht. Heißt: Ein Hund mit zehn Kilogramm Körpergewicht bekommt also lieber nur ein bis zwei kleine Erdbeeren – nicht gleich eine ganze Schale.
Bei Katzen reicht ein sehr kleines Stück Erdbeere zum Probieren. Mehr sollte es nicht sein, da der Fruchtzucker und die Ballaststoffe den empfindlichen Katzenmagen belasten können.
Übrigens: Auch andere Haustiere dürfen Erdbeeren probieren. Bei Nagern sollte man mit der Menge allerdings besonders vorsichtig sein: Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Ratten und Mäuse können frische, reife und eine ganz kleine Menge an Erdbeeren essen.
Bitte nur frisch, reif und gut gewaschen
Hunde und Katzen sollten nur reife Erdbeeren bekommen. Unreife, grüne Früchte sind schwerer verdaulich und gehören nicht in den Napf. Das grüne Erdbeerhütchen ist in kleinen Mengen meist kein Problem. Wer auf Nummer sicher gehen will, entfernt es einfach.
Vor dem Füttern sollten Erdbeeren immer gründlich gewaschen werden. Am besten eignen sich Früchte aus biologischem Anbau oder aus dem eigenen Garten. So lässt sich das Risiko durch Pestizidrückstände verringern.
Diese Erdbeeren sind tabu
Nicht geeignet sind Erdbeeren, die für Menschen verarbeitet wurden. Dazu gehören gezuckerte Erdbeeren, Erdbeerkuchen, Marmelade, Erdbeerjoghurt, Erdbeereis oder Desserts mit Süßstoffen. Auch getrocknete Erdbeeren sind keine gute Wahl. Sie enthalten konzentrierteren Fruchtzucker und können schneller Verdauungsprobleme auslösen.
Besonders gefährlich können Produkte mit Xylit/Birkenzucker sein. Dieser Süßstoff ist für Hunde giftig und kann schon in kleinen Mengen lebensbedrohlich werden. Auch für Katzen sollten Süßstoffe grundsätzlich tabu sein.



