Potsdamer Müllwerker fordern mehr Rücksicht im Straßenverkehr
Potsdamer Müllwerker fordern mehr Rücksicht

Potsdamer Müllwerker fordern mehr Rücksicht im Straßenverkehr

Am 17. Juni wird der Internationale Tag der Müllabfuhr begangen. Die Mitarbeiter der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (Step) nutzen diesen Anlass, um auf ihre Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Sie wünschen sich mehr Rücksicht von Autofahrern und eine bessere Mülltrennung durch die Bürger.

Gefährliche Situationen im Straßenverkehr

Immer wieder kommt es zu brenzligen Szenen, wenn Autofahrer haltende Müllfahrzeuge über Radwege oder Gehwege umfahren. Dies führte bereits zu Beinahe-Unfällen, bei denen Mitarbeiter unter Schock standen. Einzelne Touren mussten abgebrochen werden. Marcel König, Müllwerker seit 2000 bei der Step, berichtet: „Die Autofahrer müssen uns nicht mit Tempo 50 überholen, wenn wir stellenweise zum Beispiel auch Tonnen im fließenden Verkehr laden müssen.“

Probleme mit Sperrmüll und Mülltrennung

Heiko Grützmacher, Step-Kraftfahrer seit 1995, ergänzt: „Wir haben das so oft, dass Sperrmüll in den Müllbuchten abgestellt wird, sodass wir die Behälter nicht herausziehen können.“ Die Stadt appelliert an die Bürger, Sperrmüll kostenlos anzumelden. Auch die Mülltrennung bereitet Sorgen: Erst kürzlich fanden Mitarbeiter eine große Lithium-Batterie im Restabfall, die ein erhebliches Brandrisiko darstellt. Batterien und Elektrogeräte können im Handel oder auf den Wertstoffhöfen der Step abgegeben werden.

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Die Stadtverwaltung lobt die Arbeit der rund 150 Beschäftigten mit etwa 70 Fahrzeugen, die täglich knapp 96.000 Tonnen Abfall pro Jahr entsorgen. „Ihre Arbeit beginnt oft früh am Morgen und findet meist abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit statt – für das Leben in der Stadt ist sie jedoch unverzichtbar“, so die Stadt.

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