Der Rostocker AfD-Landtagsabgeordnete Michael Meister ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag Opfer eines Angriffs geworden. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern ermittelt wegen versuchten Mordes, wie Polizei und Staatsanwaltschaft auf Anfrage bestätigten.
Angriff nahe der Wohnung
Laut Polizeimeldung wurde Meister gegen 23.50 Uhr in Rostock von zwei unbekannten Männern angesprochen. Im weiteren Verlauf sei er körperlich angegriffen und am Arm verletzt worden. Der Abgeordnete habe anschließend selbst die Polizei alarmiert. Die AfD Mecklenburg-Vorpommern teilte mit, Meister sei mit einem „spitzen Gegenstand“ attackiert worden. Aus Ermittlerkreisen heißt es, man habe bei Meister eine Schnittverletzung am Arm sowie Hämatome festgestellt. Meister gab demnach gegenüber der Polizei an, er sei als „AfD-Nazi“ beschimpft worden. Die Angaben zu dem Geschehen beruhen bislang ausschließlich auf den Schilderungen des Politikers.
Reaktionen aus der Politik
Meister selbst sagte in einer Mitteilung des AfD-Landesverbandes: „Mir geht es den Umständen entsprechend gut.“ Nach Angaben der Partei liegt der Tatort nahe Meisters Wohnung. Politiker verschiedener Lager meldeten sich zu Wort. Enrico Schult, Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion, sprach von einem „Angriff auf die demokratische Grundordnung“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Julian Barlen teilte mit, man verurteile „ausdrücklich auch den mutmaßlichen Angriff auf Herrn Meister“. CDU-Chef Daniel Peters wünschte Meister schnelle Genesung und erklärte, er hoffe, dass die Täter schnell ermittelt würden. Salim Hemeed, Landesgeschäftsführer der Linken, sagte, seine Partei lehne Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ab. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Vorfalls.



