AfD bejubelt Unions Abschiebepolitik im EU-Parlament – ein Tabubruch
AfD bejubelt Abschiebepolitik der Union im EU-Parlament

Tabubruch im EU-Parlament: AfD bejubelt Abschiebepolitik der Union

Ein Vorfall im Europäischen Parlament sorgt für Empörung: Nach der Verabschiedung der sogenannten Rückführungsrichtlinie skandierten Rechtsextremisten der AfD Beifallsrufe. Dies zeigt, auf welchem Irrweg sich die Politik der Union befindet. Ein Kommentar von Ann-Katrin Müller.

Am 18. Juni 2026 wurde die Rückführungsrichtlinie im EU-Parlament beschlossen. Unmittelbar danach brachen AfD-Abgeordnete in Jubel aus. Sie feierten die Union für ihre Abschiebepolitik – und die scheint es nicht zu stören. Dieser Tabubruch verdeutlicht die gefährliche Nähe zwischen konservativer und rechtsextremer Politik.

Die Union auf dem falschen Weg

Die Reaktion der AfD zeigt, dass die Abschiebepolitik der Union genau in das Narrativ der Rechtsextremen passt. Statt sich klar von solchen Positionen zu distanzieren, scheint die Union die Zustimmung der AfD billigend in Kauf zu nehmen. Dies ist ein alarmierendes Signal für die Demokratie in Europa.

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Die Rückführungsrichtlinie selbst zielt darauf ab, abgelehnte Asylbewerber schneller abzuschieben. Doch die Art und Weise, wie die Union diese Politik vorantreibt, öffnet Tür und Tor für rechtsextreme Propaganda. Die AfD nutzt die Gelegenheit, um sich als treibende Kraft hinter der Verschärfung der Migrationspolitik zu inszenieren.

Ein Kommentar zur Lage

Ann-Katrin Müller kommentiert: „Die Union scheint nicht zu erkennen, dass sie mit ihrer Politik die AfD hoffähig macht. Der Jubel der Rechtsextremen im EU-Parlament ist kein Zufall, sondern die logische Konsequenz einer Politik, die immer weiter nach rechts rückt.“ Es sei höchste Zeit, dass die Union ihre Strategie überdenke und sich wieder auf demokratische Werte besinne.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Polarisierung in der europäischen Politik. Während die Union ihre Abschiebepolitik als notwendigen Schritt zur Sicherung der Außengrenzen verteidigt, sehen Kritiker darin eine gefährliche Annäherung an rechtsextreme Positionen. Die AfD wiederum feiert dies als ihren eigenen Erfolg.

Abschließend bleibt festzuhalten: Der Tabubruch im EU-Parlament ist ein Weckruf. Die Union muss sich fragen lassen, ob sie bereit ist, den Preis für ihre Politik zu zahlen – die schleichende Normalisierung rechtsextremer Positionen in der Mitte der Gesellschaft.

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