INSA-Sonntagstrend: AfD weiter vorn, Union und SPD legen leicht zu
Berlin – Eine leichte Erholung für die schwarz-rote Regierungskoalition, jedoch keine grundlegende Trendwende. Im aktuellen INSA-Sonntagstrend für BILD legen sowohl die Union als auch die SPD um jeweils einen Prozentpunkt zu. Die CDU/CSU erreicht nun 22 Prozent, die SPD kommt auf 13 Prozent. Zusammen erzielen die Regierungsparteien damit 35 Prozent – das sind immer noch zehn Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2025.
Die klar stärkste Kraft bleibt die AfD mit unverändert 29 Prozent. Sie liegt damit sieben Punkte vor der Union. Die Grünen stagnieren bei 14 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und fällt auf 10 Prozent. FDP und BSW verharren jeweils bei 3 Prozent und wären damit weiterhin nicht im Bundestag vertreten. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 6 Prozent.
Keine Mehrheit für Schwarz-Rot
Rechnerisch hätte ein Bündnis aus AfD und Union mit zusammen 51 Prozent eine klare Mehrheit – allerdings schließen CDU und CSU eine Koalition mit der AfD weiterhin kategorisch aus. Ein Kenia-Bündnis aus Union, SPD und Grünen käme auf 49 Prozent. Die aktuelle schwarz-rote Regierungskoalition hätte bei einer Wahl am Sonntag weiterhin keine Mehrheit im Bundestag. Trotz der leichten Zugewinne für die Regierungsparteien bleibt die Lage für Kanzler Friedrich Merz und seine Koalition angespannt.
Für den INSA-Sonntagstrend wurden vom 8. bis 12. Juni 2026 insgesamt 1203 Personen befragt. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei 2,9 Prozentpunkten.



