„00-Laschet“: Armin Laschet wird in David Safiers neuem Roman zum Geheimagenten
„00-Laschet“: Laschet als Geheimagent in neuem Roman

Armin Laschet als Bundespräsident und Geheimagent

David Safier, bekannt für seine „Miss Merkel“-Reihe, hat mit „00-Laschet“ eine neue Krimikomödie veröffentlicht. Der Roman, der am 19. Juni erscheint, macht den CDU-Politiker Armin Laschet zum unerwarteten Helden. In der Geschichte wird Laschet zum Bundespräsidenten gewählt und entdeckt, dass Schloss Bellevue in Wirklichkeit eine streng geheime Geheimdienstzentrale ist. Statt sich um Rentenreform oder Kriege zu kümmern, muss er nun die Welt vor einer Verschwörung des Bösen retten.

Von der Politik zur Parodie

Nach dem Erfolg der „Miss Merkel“-Reihe, in der Angela Merkel als Hobby-Detektivin in der Uckermark ermittelt, hat Safier erneut einen Politiker als literarische Vorlage gewählt. Armin Laschet, der als Kanzlerkandidat scheiterte und heute Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages ist, wird in eine James-Bond-Parodie verwandelt. Der Autor betont, dass Laschet für ihn Menschlichkeit und die alte Bundesrepublik verkörpere – freundlich und gemütlich, nicht polarisierend.

Handlung und Charaktere

Gleich am ersten Tag im Amt stolpert Laschet in die versteckte Geheimdienstzentrale. Er ist verärgert über seinen Vorgänger Frank-Walter Steinmeier und schimpft: „Das Plattgesicht hätte ihn ruhig mal warnen können.“ Seine Frau hatte ihm noch geraten: „Armin, du findest immer den richtigen Weg. Nachdem du einen Haufen falsche ausprobiert hast.“ Diese Zeilen erinnern an Laschets realen politischen Werdegang. Im Roman wird er von der Tochter seines Aachener Nachbarn unterstützt, die ihn liebevoll „Onkel Laschi“ nennt. Gemeinsam erleben sie Abenteuer im Schloss Windsor, an der Côte d’Azur und fast eine Affäre mit Popstar Madonna. Eine Begegnung mit dem britischen Königspaar scheitert an Laschets Unkenntnis der royalen Etikette, als er sagt: „I have to go for the little Königstiger.“

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Ein Held ohne Waffen

Anders als James Bond löst Laschet Konflikte nicht mit Waffen, sondern durch Reden und verkörpert „die guten alten, von vielen für naiv gehaltenen Tugenden“, so Safier. Seine geheimste Waffe ist, dass er trotz seines hohen Amtes international völlig unbekannt ist. Safier erklärt: „Niemand erwartet, dass Laschet losläuft wie Daniel Craig.“

Politische Aktualität und Fortsetzung

Das Buch erscheint in einer Phase, in der über die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier spekuliert wird – Laschets Name fällt dabei gelegentlich. Safier glaubt nicht, dass der Roman Laschets Karriere beeinflussen wird: „Ich mache ja freundliche Romane. Und ich glaube, dass das für ihn dann auch ganz hübsch wird. Er rettet ja die Welt.“ Eine Fortsetzung ist bereits geplant: Der zweite Teil soll „Liebesgrüße aus Aachen“ heißen.

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