Iran-Konflikt: Bahrain verurteilt Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet
Bahrain verurteilt iranische Drohnenangriffe

Bahrain verurteilt iranische Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet

Der Golfstaat Bahrain hat einen iranischen Drohnenangriff auf sein Staatsgebiet gemeldet. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angegriffen, teilte das Außenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität Bahrains. In dem Königreich im Persischen Golf ist die 5. US-Flotte stationiert.

Bahrain verurteilt die Drohnenangriffe und behält sich das Recht vor, seine Souveränität und Sicherheit zu verteidigen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. Der Iran hatte zuvor mitgeteilt, Angriffe auf Ziele mit Verbindungen zu US-Streitkräften in der Region ausgeführt zu haben. Genaue Angaben zu den Zielen oder deren Lage macht die Regierung in Teheran jedoch nicht.

Iranisches Außenministerium verurteilt neue US-Angriffe

Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Luftangriffe auf mehrere Ziele an der Südküste des Landes scharf verurteilt. Es handele sich um einen „offenkundigen Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung, die die Nachrichtenagentur Isna verbreitete. Der Iran werde seine Souveränität, Sicherheit und nationalen Interessen mit aller Kraft verteidigen.

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Bei dem US-Angriff am späten Freitagabend sind am iranischen Hafen Sirik einem örtlichen Behördenvertreter zufolge keine Schäden entstanden. Die Lage vor Ort sei normal, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Beamten.

Proteste in Beirut nach Rahmenabkommen mit Israel

Nach der Einigung zwischen Israel und dem Libanon auf ein Rahmenabkommen ist es in der libanesischen Hauptstadt Beirut zu Protesten gekommen. Unterstützer der proiranischen Hisbollah-Miliz zogen am Abend und in der Nacht zu Fuß und auf Motorrädern durch die Stadt und riefen Protest-Slogans gegen das Abkommen, wie unter anderem der Fernsehsender LBC International und Augenzeugen berichteten. Straßen seien mit brennenden Reifen blockiert worden.

Die Hisbollah fühlt sich nicht an das Rahmenabkommen gebunden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu solle sich nicht darüber freuen, da es der libanesischen Regierung an verfassungsmäßiger Legitimität und Autorität mangele, um dessen Bedingungen durchzusetzen, hatte Hassan Fadlallah, ein Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, dem libanesischen Nachrichtenportal Al Mayadeen gesagt. Das Abkommen könne nur durch einen von den USA unterstützten Bürgerkrieg durchgesetzt werden. Die Hisbollah will demnach an ihren Waffen festhalten und sich jeglichen Regierungsmaßnahmen widersetzen, die sich aus dem Abkommen ergeben.

Iran: Haben US-Standorte als Reaktion auf Angriffe getroffen

Als Reaktion auf US-Angriffe auf den Iran haben die Iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben zurückgeschlagen. Die Marineeinheiten hätten Standorte der US-Streitkräfte in der Region angegriffen, hieß es in einer Stellungnahme, die vom Staatsrundfunk verbreitet wurde. Auch das iranische Außenministerium in Teheran berichtete von Angriffen auf Ziele mit Verbindungen zu US-Streitkräften.

Die US-Angriffe verstießen gegen die UN-Charta und ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zwischen den Ländern, wie das Außenministerium mitteilte. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Eine Bestätigung von US-Seite stand zunächst aus. Welche Ziele genau angegriffen wurden und wo sich diese befinden, gibt das Ministerium nicht bekannt.

US-Vizepräsident Vance: „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“

Nach US-Militärschlägen gegen den Iran richtet US-Vizepräsident JD Vance eine deutliche Warnung an die Regierung in Teheran. „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, teilt Vance auf der Plattform X mit. Zuvor haben die USA iranische Ziele angegriffen, nachdem ein Handelsschiff in der Straße von Hormus attackiert worden war. Wenn der Iran Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung der Absichtserklärung habe, könne er zum Telefon greifen, erklärt Vance weiter.

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Iranischer Politiker: Trump hält sich nicht an Verhandlungen und Waffenruhe

Der Leiter des nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament wirft US-Präsident Donald Trump vor, sich nicht an die Prinzipien von Verhandlungen oder einer Waffenruhe zu halten. Die „rücksichtslose Verletzung der Waffenruhe“ werde aufseiten der USA zu „Rückzug und Bedauern“ führen, sagt er. Unterdessen sind die US-Angriffe im Iran nach Angaben eines US-Regierungsvertreters beendet, wie der Sender CNN berichtet.

Weltschifffahrtsorganisation: Mindestens 2.500 Seeleute evakuiert

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hat bis zur aktuellen Unterbrechung ihrer Mission in der Straße von Hormus etwa 2500 festsitzende Seefahrer evakuieren können. Die zu Wochenbeginn gestartete Mission habe mindestens 115 Schiffe umfasst, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. In Reaktion auf den Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman unterbrach die IMO die Evakuierung dann vorläufig. Dominguez erwarte nun zunächst Sicherheitsgarantien, bevor man die Aktion fortsetze. Das betroffene Schiff habe sich nicht auf Durchfahrt im Rahmen des IMO-Evakuierungsplans befunden. Die UN-Sonderorganisation hatte am Dienstag angekündigt, 11.000 Seeleute aus der Region zu evakuieren.

Die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus war wegen des Iran-Konfliktes wochenlang faktisch blockiert gewesen. Laut Dominguez sind seit Beginn des Iran-Kriegs 14 Seeleute bei mehr als 40 Angriffen auf Schiffe gestorben.

US-Militär greift nach Drohnenattacke auf Schiff Ziele im Iran an

Nach einem Drohnenangriff auf einen Frachter in der Straße von Hormus, mit dem der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe verletzt hat, haben die USA ihrerseits den Iran angegriffen. Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs am Freitag auf der Plattform X mit.

US-Präsident Donald Trump wirft dem Iran vor, gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstoßen zu haben. Wie der Republikaner auf der Plattform Truth Social schrieb, startete der Iran mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormus. Eine der Drohnen habe ein Frachtschiff getroffen. Der Frachter konnte demnach aber seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen. Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. „Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung“, schrieb Trump. Nähere Angaben, wann sich genau die Angriffe ereignet haben sollen, machte er nicht.

Israel und Libanon einigen sich offenbar auf Rahmenabkommen

Im Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz haben sich der Libanon und Israel Medienberichten zufolge auf ein Rahmenabkommen verständigt. Das berichteten unter anderem die „Times of Israel“ und die „Jerusalem Post“ unter Berufung auf ranghohe Beamte, nachdem Regierungsvertreter der beiden Nachbarländer unter US-Vermittlung mehrere Tage in Washington verhandelt hatten. US-Außenminister Marco Rubio berichtete am Freitag nach den Verhandlungen ebenfalls von der Unterzeichnung eines solchen Abkommens. Details zu inhaltlichen Vereinbarungen waren zunächst nicht bekannt.

Bei den Gesprächen in Washington sollte die bestehende Waffenruhe zunächst gefestigt werden. Die libanesische Regierung will vor allem auch einen Abzug der israelischen Truppen erzielen. Israel verlangt wiederum eine Entwaffnung der Hisbollah. Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrmals betont, erst bei einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah aus dem Nachbarland abzuziehen. Hisbollah-Chef Naim Kassim bekräftigte am Abend laut Al Jazeera, Israel habe keine andere Wahl und müsse den Libanon bedingungslos verlassen.

Israel warnt Iran vor Angriff wegen Libanon-Konflikt

Israel hat den Iran vor einem Angriff gewarnt, der einen Abzug aus dem Libanon erzwingen soll. Ein iranischer Angriff auf Israel wäre der „größte Fehler“ der Führung in Teheran, sagt Verteidigungsminister Israel Katz. Ein Kommandeur der zur iranischen Revolutionsgarde gehörenden Al-Kuds-Brigaden hatte am Donnerstag erklärt, falls sich Israel nicht freiwillig aus dem Südlibanon zurückziehe, werde es am Ende geschlagen abziehen müssen.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz lehnt einen Truppenabzug aus dem Libanon trotz Drucks ab. Die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Nachbarlandes, in Syrien und im Gazastreifen bleiben, sagt Katz. Ein Rückzug aus diesen Gebieten komme nicht infrage.

Iran warnt vor Durchquerung der Straße von Hormus ohne Absprache

Der Iran hat vor einer Durchquerung der Straße von Hormus ohne vorherige Abstimmung gewarnt. Eine sichere Passage durch die strategisch wichtige Meerenge könne ohne Koordination mit der Regierung in Teheran nicht garantiert werden, erklärte der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi am Freitag auf der Online-Plattform X. Sollte eine solche Absprache ausbleiben, könne dies zur Sperrung ausgewiesener Routen führen. Zuvor hatte das Nachbarland Oman in Absprache mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) temporäre Routen für die Durchfahrt festgelegt.

Die vom Iran eingesetzte Schifffahrtsbehörde für den Persischen Golf (PGSA) garantiert Schiffen in der Straße von Hormus abseits der genehmigten Routen keine sichere Durchfahrt. Für die Folgen einer Passage auf nicht freigegebenen Strecken seien die Schiffseigner, Betreiber und Kapitäne verantwortlich, teilt die Behörde auf der Plattform X mit.