Verstorbener Sexualstraftäter: Das verraten Epsteins Notizen aus dem Gefängnis
Wie kam Jeffrey Epstein zu Tode? Eine Recherche der New York Times gibt Einblick in seine letzten Wochen. Sie zeigt einen Mann, der über Donald Trump schimpft und mit den Haftbedingungen hadert.
Jeffrey Epstein, der wegen Sexualdelikten inhaftierte Multimillionär, hinterließ Notizen aus dem Gefängnis, die nun von der New York Times ausgewertet wurden. Die Aufzeichnungen gewähren einen seltenen Einblick in Epsteins Gedankenwelt in den Wochen vor seinem Tod im August 2019.
Wut auf Trump und das Justizsystem
Laut der Zeitung kritisierte Epstein in seinen Notizen scharf den damaligen Präsidenten Donald Trump. Er bezeichnete Trump als „nicht vertrauenswürdig“ und machte ihn für seine juristischen Probleme mitverantwortlich. Epstein haderte zudem mit den Haftbedingungen im Metropolitan Correctional Center in New York. Er beklagte sich über die Isolation und die mangelnde Privatsphäre.
Die letzten Wochen
Die Notizen zeigen einen verzweifelten Mann, der sich nach Kontrolle sehnte. Epstein schrieb über seinen Wunsch, „den Zeitpunkt des Abschieds selbst zu wählen“. Dies deutet auf seine suizidale Absicht hin. Die New York Times berichtet, dass Epstein in den Wochen vor seinem Tod mehrfach versuchte, mit Anwälten zu sprechen, aber oft abgewiesen wurde.
Reaktionen auf die Veröffentlichung
Die Veröffentlichung der Notizen hat neue Debatten über die Umstände von Epsteins Tod ausgelöst. Kritiker werfen den Behörden vor, nicht ausreichend auf seine psychische Verfassung geachtet zu haben. Die New York Times betont, dass die Notizen Epsteins subjektive Sichtweise widerspiegeln und nicht als endgültige Wahrheit betrachtet werden sollten.
Der Fall Epstein bleibt weiterhin Gegenstand von Ermittlungen und Verschwörungstheorien. Die neu veröffentlichten Notizen tragen zur Diskussion bei, liefern aber keine abschließenden Antworten auf die Frage nach seinem Tod.



