G7 verschärfen Sanktionen gegen Russland – Merz spricht von Hoffnung
G7 erhöhen Druck auf Russland mit neuen Sanktionen

G7 erhöhen Druck auf Russland mit neuen Sanktionen

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben sich darauf verständigt, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, um Moskau zu einem Ende des Ukrainekriegs zu bewegen. In einer gemeinsamen Erklärung vom Gipfeltreffen im französischen Évian-les-Bains kündigten sie erweiterte Maßnahmen an, insbesondere im Öl- und Gassektor. Zudem soll die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungssystemen an die Ukraine ausgeweitet werden.

Neue Dynamik durch ukrainische Erfolge

Die G7-Staaten begründen die verstärkte Unterstützung mit den jüngsten militärischen Erfolgen der Ukraine, die eine neue Dynamik im Konflikt geschaffen hätten. Auch der US-Deal mit Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus wird als günstiger Zeitpunkt genannt. Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine auch humanitäre Hilfe für den kommenden Winter und prüfen die Vergabe von Lizenzen zur Steigerung der militärischen Produktion.

Merz: „Tag der Hoffnung“

Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich nach den Gesprächen optimistisch. Er lobte US-Präsident Donald Trump für sein aufmerksames und kooperatives Zuhören. „Das kann vielleicht erstmals eine Chance auf einen Frieden eröffnen“, sagte Merz und sprach von einem „Tag der Hoffnung“. Trump, dem in der Vergangenheit russlandfreundliche Positionen vorgeworfen wurden, zog bei den verschärften Sanktionen mit.

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Selenskyj: Russland muss zum Frieden gezwungen werden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm als Gast an dem Gipfel teil und traf sich bilateral mit Trump. Er betonte: „Es ist großartig, dass alle verstehen, dass Russland nicht gewinnen wird und dass wir Putin dazu drängen müssen, diesen Krieg zu beenden.“

Kämpfe dauern an

Trotz der diplomatischen Bemühungen gehen die Angriffe weiter. Bei russischen Bombardierungen in Slowjansk und Saporischschja kamen vier Menschen ums Leben, viele wurden verletzt. Die Ukraine setzt ihre Gegenangriffe fort: In Moskau schoss die russische Flugabwehr rund 60 ukrainische Drohnen ab, eine traf eine Ölraffinerie. Selenskyj lobte die Geheimdienste und forderte erneut ein Ende des Krieges.

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