Hillary Clinton vor US-Kongress: Keine Erinnerung an Epstein-Kontakte
Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton (78) hat in einer geschlossenen Aussage vor dem Kongress in den Vereinigten Staaten Stellung zu den Ermittlungen um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) bezogen. Die Aussage fand vor zehn Tagen in ihrem Heimatort Chappaqua nördlich von New York City statt und wurde durch eine Mitteilung in sozialen Medien bekannt.
Clinton bestreitet persönliche Begegnungen
Laut ihrer Aussage erklärte Hillary Clinton: „Ich kann mich nicht daran erinnern, Herrn Epstein jemals begegnet zu sein. Ich bin nie mit seinem Flugzeug geflogen und habe weder seine Insel noch seine Häuser oder Büros besucht.“ Sie betonte zudem, nichts von den Sexualverbrechen Epsteins oder denen seiner Vertrauten Ghislaine Maxwell (64) gewusst zu haben.
Epstein wird vorgeworfen, minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und vermittelt zu haben. Maxwell wurde inzwischen wegen Straftaten im Zusammenhang mit Epstein verurteilt.
Kontakte über Clinton Foundation
Hillary Clinton räumte ein, über die Clinton Foundation Kontakte zu Ghislaine Maxwell gehabt zu haben. Maxwell war im Jahr 2010 zur Hochzeit von Clintons Tochter Chelsea (45) eingeladen, was die Verbindungen zwischen den Familien unterstreicht.
Die Clintons hatten eine Aussage vor dem Kongress monatelang verweigert und lenkten erst nach massivem Druck ein. Dies unterstreicht die politische Brisanz der Ermittlungen.
Bill Clinton muss als erster Ex-Präsident aussagen
Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton (79), Ehemann von Hillary Clinton, soll vor dem Kongress Zeugnis ablegen. Er wäre damit der erste ehemalige Präsident in der Geschichte der USA, der unter Vorladung vor dem Kongress aussagen muss.
Bill Clintons Name und Bilder von ihm tauchen in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Ein Foto zeigt ihn mit einem mutmaßlichen Epstein-Opfer in einem Privatflugzeug, wobei unklar ist, wann und wo diese Aufnahme entstand. Clinton hat Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein wiederholt bestritten.
Demokraten fordern auch Trump-Aussage
Die Demokraten im Ermittlungsausschuss des Repräsentantenhauses fordern darüber hinaus eine Aussage von Präsident Donald Trump. Hillary Clinton unterstützte diese Forderung und argumentierte, Trump solle unter Eid Stellung beziehen, da er „zehntausende Male“ in den Epstein-Akten auftauche.
Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, James Comer (53), wies dies jedoch zurück und erklärte, Trump könne als amtierender Präsident nicht zu einer Aussage vorgeladen werden. Diese politische Debatte zeigt die parteiübergreifenden Spannungen im Fall Epstein.
Die Aussagen der Clintons markieren einen bedeutenden Moment in den laufenden Untersuchungen, die seit der Veröffentlichung der Epstein-Akten im Dezember 2025 an Fahrt gewonnen haben. Die Entwicklungen werden sowohl in den USA als auch international aufmerksam verfolgt.



