Iran beansprucht Kontrolle über Straße von Hormus – neue Angriffe auf Bahrain und Kuwait
Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus

Der Iran hat erneut die alleinige Kontrolle über die für den Welthandel strategisch wichtige Straße von Hormus beansprucht und zugleich Angriffe auf Bahrain und Kuwait bestätigt. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit Vernichtung, sollte die Gewalt nicht enden. Der Live-Blog fasst die jüngsten Entwicklungen zusammen.

Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte bei einer Pressekonferenz in Bagdad, dass die Straße von Hormus innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter iranische Verwaltung gestellt werde. „Die Verantwortung für die Meerenge liegt allein beim Iran“, sagte Araghtschi. „Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstraße verzögern.“

Iran greift Bahrain und Kuwait an – US-Stützpunkt getroffen

Der Golfstaat Bahrain bestätigte iranische Drohnen- und Raketenangriffe. Das Außenministerium in Manama sprach von einer „gefährlichen Eskalation“, die einem „bewussten Muster wiederholter Angriffe“ folge. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten, sie hätten Infrastruktur des US-Militärs in Bahrain und Kuwait zerstört, darunter Ziele des wichtigen US-Marinestützpunkts in Bahrain. Ein Wohngebäude wurde beschädigt, Tote gab es nach Angaben des Innenministeriums nicht.

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Israel: Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet

Das israelische Militär teilte mit, es habe Hisbollah-Kämpfer im Süden des Libanon getötet. Der Einsatz in der Gegend von Nabatäa sei erfolgt, um eine Bedrohung für israelische Soldaten abzuwenden. Die Streitkräfte hätten zudem ein Gebäude beschossen, von dem aus die Kämpfer agierten, und eine Raketenabschussrampe zerstört.

Trump bestätigt US-Angriffe und droht mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump bestätigte Angriffe des US-Militärs auf Ziele im Iran, darunter Lager für Raketen und Drohnen sowie Radarstellungen an der Küste. Als Grund nannte er die Verletzung eines Waffenstillstandsabkommens. „Es könnte der Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sind, die Arbeit, die wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu Ende zu bringen“, schrieb Trump auf Truth Social. „Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.“

US-Angriffe abgeschlossen – zweiter Vergeltungsschlag

Fox News meldete unter Berufung auf einen Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, dass die US-Angriffe auf den Iran „abgeschlossen“ seien. Zuvor hatte das US-Militär einen zweiten Vergeltungsschlag gegen den Iran gemeldet, bei dem Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur angegriffen wurden – als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf einen Frachter in der Straße von Hormus.

Hisbollah-Chef bezeichnet Abkommen als „Schande“

Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassim bezeichnete das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon als „Erniedrigung“ und „Schande“. Er forderte dessen Aufhebung und kritisierte, dass ein israelischer Rückzug aus dem Südlibanon an die Entwaffnung der Hisbollah geknüpft werde. Dies überschreite „rote Linien“ und legitimiere eine fortgesetzte Besatzung.

Weltschifffahrtsorganisation evakuiert 2.500 Seeleute

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hat bis zur Unterbrechung ihrer Mission etwa 2.500 festsitzende Seeleute aus der Straße von Hormus evakuiert, wie IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez mitteilte. Die Mission umfasste mindestens 115 Schiffe. Nach einem Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman wurde die Evakuierung vorläufig unterbrochen. Dominguez erwarte Sicherheitsgarantien, bevor die Aktion fortgesetzt werde. Seit Beginn des Iran-Kriegs sind laut IMO 14 Seeleute bei mehr als 40 Angriffen auf Schiffe gestorben.

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Proteste in Beirut nach Rahmenabkommen

In Beirut kam es zu Protesten von Hisbollah-Unterstützern gegen das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon. Straßen wurden mit brennenden Reifen blockiert. Die Hisbollah fühlt sich nicht an das Abkommen gebunden und will an ihren Waffen festhalten. Hassan Fadlallah, ein Mitglied der Hisbollah-Fraktion im libanesischen Parlament, sagte, das Abkommen könne nur durch einen von den USA unterstützten Bürgerkrieg durchgesetzt werden.