Iran-Krieg: Kein Ende in Sicht trotz anhaltender Angriffe und Gegenoffensiven
Iran-Krieg: Kein Ende in Sicht trotz anhaltender Angriffe

Iran-Krieg: Kein Ende in Sicht trotz anhaltender Angriffe und Gegenoffensiven

Auch rund drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroperationen gegen den Iran zeigt sich kein Ende des Konflikts. Die Führung in Teheran bleibt trotz intensiver Bombardements zu massiven Gegenangriffen fähig. In der vergangenen Nacht feuerte die Islamische Republik erneut mehrere Raketensalven auf Israel ab und griff zugleich Golfstaaten an, die US-Militärstützpunkte beherbergen.

Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle

Nach der Abwehr der iranischen Raketen begann Israels Luftwaffe eine neue Serie von Attacken auf Ziele im Iran. Das Militär gab bekannt, die Angriffe zielten auf Infrastruktur des iranischen Terrorregimes. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor erklärt, der Iran sei schwächer denn je und könne weder Uran anreichern noch ballistische Raketen produzieren. Dennoch betonte er, die Angriffe würden fortgesetzt, so lange dies notwendig ist.

Teheran warnt vor Eskalation

Irans Außenminister Abbas Araghtschi warnte Israel vor einer härteren Reaktion, sollte erneut iranische Infrastruktur angegriffen werden. Diese Warnung erfolgte kurz vor Beginn des persischen Neujahrsfestes Norus. Israel hatte zuvor das bedeutende Gasfeld South Pars bombardiert, das gemeinsam vom Iran und Katar ausgebeutet wird. Als Vergeltung attackierte der Iran daraufhin Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.

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Straße von Hormus bleibt umkämpft

Die strategisch wichtige Meerenge für den internationalen Öl- und Gastransport ist weiterhin faktisch gesperrt. Um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, setzen die USA nach Informationen verstärkt tief fliegende Kampfflugzeuge und Apache-Kampfhubschrauber ein, um iranische Kriegsschiffe und Drohnen zu bekämpfen. Experten gehen davon aus, dass es Wochen dauern wird, bis die USA Irans Militäranlagen in der Region ausgeschaltet haben.

Der Iran verfügt nach wie vor über große Bestände an Minen, Marschflugkörpern und Hunderte unbeschädigte Boote in versteckten Küstenanlagen. Ein Berater der iranischen Revolutionsgarden erklärte, die USA könnten die Meerenge nicht beherrschen.

Internationale Reaktionen und wirtschaftliche Folgen

Deutschland und wichtige europäische Verbündete sowie Japan forderten den Iran auf, die Blockade der Straße von Hormus umgehend zu beenden. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten sie die Drohgebärden, Minenverlegungen und Raketenangriffe. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union riefen zudem zu einem Aussetzen der Angriffe auf Energie- und Wasseranlagen in der Region auf und mahnten alle Parteien zur Deeskalation und größtmöglichen Zurückhaltung.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts sind bereits spürbar. Beamte in Saudi-Arabien rechnen damit, dass die Ölpreise auf über 180 Dollar pro Barrel steigen könnten, sollten die kriegsbedingten Versorgungsengpässe bis Ende April andauern. Vor Beginn des Iran-Krieges lag der Preis noch bei etwa 70 Dollar pro Barrel.

Weitere Angriffe auf Golfstaaten

In der Nacht griff der Iran erneut mehrere Golfstaaten an. Kuwait musste Raketen- und Drohnenbeschuss abwehren, Saudi-Arabien wehrte mehrere Drohnenangriffe ab, und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand, das Feuer konnte jedoch unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman rief den Iran erneut auf, die Angriffe umgehend einzustellen, um die Region nicht in einen gefährlichen Strudel zu ziehen. Er betonte, die Handlungen des Irans gefährdeten die Sicherheit aller Länder in der Region und es sei notwendig, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Militärische Lage und Aussichten

Ein baldiges Kriegsende ist nicht in Sicht. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth lehnte es ab, einen festen Zeitrahmen für die Kriegsdauer zu nennen, betonte aber, man liege im Plan. Er verteidigte einen Finanzierungsantrag zur Fortführung des Krieges mit den Worten: Es kostet Geld, Bösewichte zu töten.

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Während US-Präsident Donald Trump vor zwei Wochen noch behauptet hatte, Wir haben gewonnen und es im Iran praktisch nichts mehr zu bombardieren gebe, zeigen die aktuellen Entwicklungen ein anderes Bild. Der Iran setzt seine Gegenangriffe fort und verfügt nach eigenen Angaben weiter über volle Lager mit Raketen und Drohnen. Die Situation bleibt angespannt, und ein Ende des Konflikts ist nicht absehbar.