Iran-Krise: Aoun reist nach Washington – Trump erklärt Friedensplan für hinfällig
Iran-Krise: Aoun reist nach Washington – Trump kündigt Plan

US-Präsident Donald Trump hat den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zu einem Besuch am 21. Juli nach Washington eingeladen. Beide wollen sich zu einem bilateralen Gespräch im Weißen Haus treffen, wie ein hochrangiger US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Erdogan lobt Trumps Haltung im Iran-Konflikt

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lobt die entschlossene Haltung Trumps bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden mit dem Iran. Dies sagt Erdogan zur Eröffnung des Nato-Gipfels in Ankara, kurz nachdem Trump das vorläufige Waffenstillstandsabkommen für beendet erklärt hat. Zudem dankte der türkische Staatschef den Verbündeten Deutschland, Spanien, Italien und den USA für die Unterstützung bei der Luftabwehr während des Iran-Krieges.

Raketenalarm in Kuwait nach US-Angriffen

Nach den US-Angriffen auf Ziele im Iran hat Kuwait am Mittwoch seine Flugabwehr aktiviert. Die Mitteilung des kuwaitischen Militärs erfolgte, nachdem auch Bahrain am Mittwochmorgen von anfliegenden Geschossen berichtet hatte. Den Angaben zufolge fing die Flugabwehr zwei ballistische Raketen und 13 Drohnen aus dem Iran ab. Das Elektrizitätsministerium teilte mit, dass mehrere Stromleitungen durch Granatsplitter beschädigt worden seien.

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Dax weitet Verluste aus, Ölpreis steigt

Der deutsche Aktienmarkt baut seine Verluste am Mittwoch aus. Nach Trumps Ankündigung liegt der Dax am Vormittag mehr als zwei Prozent im Minus und fällt unter die Marke von 25.000 Punkten. Parallel dazu steigen die Ölpreise deutlich an. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent zur Lieferung im September liegt bei 78,50 Dollar, ein Plus von etwa sechs Prozent und gleichzeitig der höchste Stand seit dem 22. Juni.

Trump erklärt Friedensplan mit dem Iran für hinfällig

US-Präsident Donald Trump erklärt die Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran für hinfällig. Die Vereinbarung sei „vorbei“, sagt Trump vor dem Nato-Gipfel in Ankara. Er wolle nicht mit Teheran verhandeln und mit dem Iran nichts mehr zu tun haben. Das seien „kranke Leute“, sagt Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Er werde jedoch zulassen, dass die Gespräche fortgesetzt würden. „As far as I am concerned, it's over. It's just a waste of time dealing with them.“

Tausende begleiten Trauerzug für Chamenei im Irak

Die tagelangen Trauerprozessionen für Irans getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei haben das Nachbarland Irak erreicht. Tausende Menschen erwiesen in der irakischen Pilgerstadt Nadschaf Chamenei am Mittwoch die letzte Ehre. Während sein Sarg auf einem Lastwagen durch die Straßen gefahren wurde, riefen die Trauernden „Tod Amerika“ und „Tod Israel“. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldete gewaltige Teilnehmerzahlen. Zum Trauerzug in Nadschaf seien mehr als zwei Millionen Menschen erschienen, teilten die PMF mit.

Iran meldet US-Angriffe an Südküste – ein Toter

Die USA greifen Angaben aus Teheran zufolge nach ihren nächtlichen Bombardierungen weiter an der iranischen Südküste an. Nahe der Hafenstadt Buschehr seien mindestens zwei Projektile eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Vormittag (Ortszeit) unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz. Unterdessen meldeten die Revolutionsgarden den Tod eines Mitglieds, wie die Elitestreitmacht laut dem staatlichen Rundfunk mitteilte. Demnach wurde ein Soldat der Flugabwehr in der Stadt Mahschahr in der Provinz Chusestan getötet.

Wadephul: Iran muss jetzt endlich vernünftig verhandeln

Trotz der jüngsten US-Angriffe auf den Iran betrachtet Bundesaußenminister Johann Wadephul die Diplomatie um eine Beendigung des Konflikts noch nicht als gescheitert. Der Iran müsse aber jetzt wirklich verstehen, dass es Zeit für ernsthafte Verhandlungen sei, sagte der CDU-Politiker dem Sender NDR Info. Die iranische Führung habe noch immer nicht verstanden, dass sie darauf verzichten müsse, „eine nukleare Bewaffnung zu haben“, sagte Wadephul.

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Iran droht USA: „Die Zeit der Einschüchterung ist vorbei“

Der Iran hat nach den jüngsten US-Angriffen mit einer Reaktion gedroht. Das iranische Oberkommando der Streitkräfte erklärte, es werde „entschlossen auf diese Aggression und diesen terroristischen Akt reagieren“. „Die Zeit der Einschüchterung und Erpressung ist vorbei“, schrieb der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. „Sie führt zu nichts. Wir knicken nicht ein.“

US-Militär beendet Angriffe gegen den Iran – über 80 Ziele

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet. Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.

Rutte: US-Angriffe auf Iran „absolut notwendig“

Nato-Generalsekretär Mark Rutte verteidigt die neuen US-Angriffe auf den Iran nach Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus. Die US-Reaktion sei „absolut notwendig“ gewesen, sagte Rutte beim Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara. Wenn Iran gegen den Waffenstillstand verstoße, wie man dies mit Angriffen auf Schiffe gesehen habe, „ist eine entschiedene Reaktion der USA unerlässlich“, ergänzte der Nato-Chef.