Iran-Minister bestätigt: Russland unterstützt Teheran auf vielfältige Weise
In einem aufsehenerregenden Interview mit dem US-Sender NBC News hat Irans Außenminister Abbas Araghchi indirekt bestätigt, dass Russland dem Iran bei der Ortung von US-Streitkräften hilft. Die Aussagen des 63-jährigen Diplomaten fallen in eine Phase äußerst angespannter Beziehungen zwischen dem Iran, Russland und den Vereinigten Staaten.
Strategische Partnerschaft mit Moskau
Als die Moderatorin direkt nachfragte, ob der Iran von Russland Hilfe erhalte, um US-Streitkräfte zu orten, antwortete Araghchi zunächst ausweichend: „Wir haben eine strategische Partnerschaft mit Russland.“ Auf Nachfrage, ob dies ein Ja bedeute, präzisierte der Minister: „Die militärische Zusammenarbeit zwischen uns und Russland ist nichts Neues. Sie ist kein Geheimnis.“
Die Journalistin blieb hartnäckig und wollte konkrete Informationen: „Hilft Russland Ihnen dabei, US-Streitkräfte zu orten? Ich möchte hier ganz klar sein.“ Araghchi wich erneut aus, gab aber schließlich zu: „Sie helfen uns auf vielfältige Weise. Ich habe keine detaillierten Informationen.“
Brisante Geheimdienstberichte aus den USA
Die Aussagen des iranischen Außenministers fallen in eine Zeit, in der mehrere US-Medien über besorgniserregende Geheimdienstinformationen berichten. Laut der Nachrichtenagentur AP soll Russland dem Iran nutzbare Informationen für mögliche Angriffe auf das US-Militär geliefert haben. Zwei in die Geheimdiensterkenntnisse eingeweihte Personen bestätigten diese Informationen.
Die Washington Post berichtete unter Berufung auf drei US-Beamte, dass der Kreml dem Iran seit Kriegsbeginn konkrete Standorte von US-Militäreinrichtungen weitergegeben habe. Dabei soll es sich um Ziel-Daten von Kriegsschiffen, Flugzeugen und US-Truppen handeln.
Trumps herunterspielende Reaktion
US-Präsident Donald Trump reagierte am Samstag verharmlosend auf die Geheimdienstberichte. Der 79-jährige Präsident sagte, selbst wenn sich die Informationen als wahr herausstellen sollten, falle dies kaum ins Gewicht. „Wenn man sich anschaut, was vergangene Woche mit dem Iran passiert ist – selbst wenn sie Informationen bekommen, hilft es ihnen offenbar nicht besonders“, so Trump.
Die Situation bleibt angespannt, während die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran nach Aussagen von Außenminister Araghchi weiterhin besteht und auch in Zukunft fortgesetzt wird. Die indirekten Bestätigungen des Ministers werfen neue Fragen über das Ausmaß der russisch-iranischen Kooperation auf.



