Jan Josef Liefers: Klartext zu Meinungsfreiheit, AfD und Deutschland-Fahnen
Jan Josef Liefers: Klartext zu Meinungsfreiheit, AfD und Fahnen

„Tatort“-Star Jan Josef Liefers hat sich in einem Interview mit Paul Ronzheimer erneut deutlich zu gesellschaftlichen und politischen Themen geäußert. Der Schauspieler, der bereits während der Corona-Pandemie Kritik an den Maßnahmen der Bundesregierung übte, legt nun einen Rundumschlag zu Meinungsfreiheit, dem Umgang mit der AfD und dem Tragen von Deutschland-Fahnen vor.

Liefers: „Es ist nicht damit getan, wenn alle vor Angst die Schnauze halten“

In dem Gespräch, das exklusiv bei BILDplus veröffentlicht wurde, betont Liefers, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland zunehmend eingeschränkt werde. „Es ist nicht damit getan, wenn alle vor Angst die Schnauze halten“, so der 60-Jährige. Er fordert eine offenere Diskussionskultur, in der auch kontroverse Standpunkte Platz hätten.

Kritik an Meldeportalen und Umgang mit der AfD

Besonders kritisch sieht Liefers die Einrichtung von Meldeportalen, die seiner Ansicht nach zur Denunziation von Bürgern führten. „Solche Portale spalten die Gesellschaft und schüren Misstrauen“, erklärte er. Auch zum Umgang mit der AfD bezog er Stellung: „Man muss die AfD politisch bekämpfen, nicht durch Verbote oder Ausgrenzung.“ Eine Brandmauer gegen die Partei lehne er ab, da dies die Demokratie schwäche.

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Deutschland-Fahnen und Patriotismus

Zudem äußerte sich Liefers zum Thema Patriotismus und dem Zeigen von Deutschland-Fahnen. „Es ist absurd, dass man in Deutschland als rechts gilt, wenn man eine Fahne hisst“, sagte er. Er plädiere für einen unverkrampften Umgang mit nationalen Symbolen, solange diese nicht für nationalistische Zwecke missbraucht würden.

Reaktionen auf das Interview

Das Interview sorgte bereits vor der Veröffentlichung für Diskussionen. Während einige Liefers für seinen Mut loben, kritisieren andere seine Positionen als zu populistisch. Der Schauspieler selbst zeigt sich unbeeindruckt: „Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich denken oder sagen darf.“

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