Trump verwandelt Nato in Cash-Maschine: Milliarden für US-Industrie
Nato als Cash-Maschine: Trump kassiert Milliarden

US-Präsident Donald Trump (80) treibt die Nato-Staaten zu höheren Verteidigungsausgaben, während Europas Regierungen zugleich US-Waffen für die Ukraine kaufen. Beides verwandelt die 32-Staaten-Wehrallianz zunehmend in eine „Cash-Maschine“ für Amerika. Dies dürfte Trump auch beim heute beginnenden Nato-Gipfel in Ankara vorantreiben.

Fünf Prozent vom BIP gefordert

Seit Jahren verlangt Trump höhere Militär-Etats von den Verbündeten, besonders in Europa. Statt der früher geforderten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verlangt Washington inzwischen fünf Prozent. Nach oft unverhohlenen Drohungen mit einem US-Rückzug kam besonders in Trumps zweiter Amtszeit Bewegung in das Bündnis: Das Aufrüsten schreitet voran – mit beachtlichen Milliarden-Werten.

Ein großer Teil davon bleibt bei der US-Rüstungsindustrie hängen, wie „Politico“ berichtet. Nato-Verbündete hätten im Vorjahr rund 120 Milliarden Dollar zusätzlich in Verteidigung investiert. Etwa die Hälfte davon floss durch den Kauf amerikanischer Rüstungsgüter in die USA, lobte US-Nato-Botschafter Matt Whitaker (56).

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110.000 US-Jobs durch Nato-Investitionen

Europa spielt bislang bereitwillig mit. Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) hob bei seinem jüngsten Besuch in Washington hervor, die Militär-Investitionen hätten 110.000 amerikanische Jobs geschaffen. Rutte sprach sogar von Bestellungen über 300 Milliarden Dollar. Dazu kündigten Deutschland und Großbritannien vor dem Gipfel an, Rüstungsgüter unter US-Lizenz im eigenen Land zu produzieren. Für Trump klingelt damit die Kasse.

Rutte will den Gipfel diese Woche zur Deal-Bühne machen. Mit dieser Taktik soll Trump bei Laune gehalten und neuer Groll vermieden werden, sagen Diplomaten. Erwartet werden deshalb neue Milliarden-Investitionen europäischer Staaten.

Ukrainekrieg als Einnahmequelle

Auch der Ukrainekrieg wurde für die USA zur Einnahmequelle: Europäische Verbündete haben bereits sechs Milliarden Dollar für Einkäufe von US-Waffen, Abwehrsystemen und Munition veranschlagt, die an Kiew weitergereicht werden. Die Bündnispartner wissen: Trump – der ohnehin wegen Europas Aussitzen des Iran-Kriegs schäumt – schätzt Geld-Transaktionen. So sollen Eklats verhindert werden.

Zuletzt machte Washington frühere Drohungen eiskalt wahr – etwa mit dem Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland und einem Lieferstopp bei Tomahawk-Marschflugkörpern. Beim Ankara-Gipfel werden nun weitere Milliarden-Investitionen europäischer Staaten erwartet.

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