Nato erhöht Alarmbereitschaft nach iranischem Angriff auf Türkei
Die Nato hat als Reaktion auf den jüngsten iranischen Raketenangriff auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme deutlich erhöht. Diese Maßnahme wurde vom Befehlshaber des Nato-Luftstreitkräftekommandos angeordnet und vom Sprecher des militärischen Nato-Hauptquartiers am Abend bestätigt. Die erhöhte Bereitschaft soll beibehalten werden, bis die Bedrohung durch Irans wahllose Angriffe in der Region nachlässt.
USA und Israel setzen Angriffe auf Iran fort
Während die Nato ihre Verteidigungsmaßnahmen verstärkt, setzen die USA und Israel ihre militärischen Operationen gegen den Iran unvermindert fort. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte: „Wir haben keinen Mangel an Munition“. Die Luftwaffe Israels startete in der Nacht eine großangelegte Angriffswelle gegen Infrastrukturen in Teheran. Armeechef Ejal Zamir kündigte eine neue Phase der Angriffe an, in der das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen werden sollen.
Irans Kampfkraft laut USA erheblich geschwächt
US-Präsident Donald Trump erklärte in Washington, dass die Luftabwehr und Raketen des Irans bereits ganz oder in großen Teilen zerstört seien. „Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg“, sagte Trump. Zudem seien 60 Prozent der iranischen Raketen und 64 Prozent der Abschussvorrichtungen ausgeschaltet. Diese Angaben sind jedoch nicht unabhängig überprüfbar.
Admiral Brad Cooper, der zuständige US-Kommandeur, berichtete, dass die iranischen Raketenangriffe im Vergleich zum Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen seien. Auch Drohnenangriffe hätten deutlich abgenommen. Die iranische Marine habe schwere Verluste erlitten, mit über 30 zerstörten oder versenkten Schiffen, darunter ein großer Drohnenträger, der in Flammen stehe.
Eskalation durch Angriffe auf Nato-Länder
Der Iran hat mit dem Abschuss einer Rakete auf die Türkei und einem Drohnenangriff auf einen britischen Stützpunkt auf Zypern den Konflikt weiter eskaliert. Saudi-Arabien meldete die Abwehr von drei ballistischen Raketen, die auf die Prince Sultan-Basis abgefeuert wurden. Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist nach US-Einschätzung um etwa 90 Prozent zurückgegangen.
Humanitäre Lage und politische Entwicklungen
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe sollen im Iran über 1.200 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter auch das Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Nach dessen Tod wurde einem provisorischen Führungsrat mehr Macht übertragen. US-Präsident Trump äußerte den Wunsch, bei der künftigen Führung des Irans mitzubestimmen, und lehnte Chameneis Sohn Modschtaba als neues Staatsoberhaupt ab.
Experten wie Farzan Sabet vom Geneva Graduate Institute betonen, dass Irans Fähigkeit zur Zerstörung zwar durch die Schwächung seiner Raketenarsenale abnimmt, das Land jedoch weiterhin über ein großes Arsenal kostengünstiger Drohnen verfügt und auf Ausdauer setzt. Die Situation bleibt angespannt, mit anhaltenden Angriffen im Libanon auf die Hisbollah-Miliz und unklaren Perspektiven für eine Bodenoffensive.



