Nato-Gipfel in Ankara: Ergebnisse trotz Trump-Tiraden und Ukraine-Krieg
Nato-Gipfel in Ankara: Ergebnisse trotz Trump-Tiraden

Der zweite Tag des Nato-Gipfels in Ankara stand im Zeichen schwerer Angriffe auf die Ukraine und einer Zuspitzung des Irankriegs. US-Präsident Donald Trump erhob zudem neue Anschuldigungen gegen Bündnispartner. Dennoch fasste die Allianz wichtige Beschlüsse.

Angriffe auf Kyjiw und US-Militäreinsätze

In der Nacht auf Mittwoch griff Russland die ukrainische Hauptstadt Kyjiw erneut mit ballistischen Raketen an. Das US-Militär attackierte zeitgleich Ziele im Iran, nachdem dieser Öltanker in der Straße von Hormus bombardiert hatte. Diese Ereignisse überschatteten die Beratungen der Nato-Staats- und Regierungschefs.

Trotz Trump-Tiraden: Einigung auf neue Verteidigungspläne

„Die Nato hat sich auf die umfassendsten Verteidigungspläne seit dem Kalten Krieg geeinigt“, erklärte Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die Pläne sehen eine deutliche Aufstockung der Truppen an der Ostflanke vor. Zudem soll die Reaktionsfähigkeit der Eingreiftruppe auf 300.000 Soldaten erhöht werden.

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Unterstützung für die Ukraine

Die Allianz bekräftigte ihre Unterstützung für die Ukraine. Ein neues Hilfspaket im Wert von 500 Millionen Euro wurde beschlossen. Es umfasst Luftabwehrsysteme, Artilleriemunition und Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte. „Die Ukraine wird so lange unterstützt, wie es nötig ist“, so Stoltenberg.

Streit um Verteidigungsausgaben

US-Präsident Trump kritisierte erneut die geringen Verteidigungsausgaben vieler europäischer Nato-Partner. „Die USA zahlen den Löwenanteil, während andere ihrer Verpflichtung nicht nachkommen“, sagte Trump. Die Nato-Staaten einigten sich darauf, das Ziel von zwei Prozent des BIP für Verteidigung bis 2027 verbindlich umzusetzen.

Ausblick: Nato-Gipfel 2026 in Den Haag

Der nächste Nato-Gipfel wird 2026 in Den Haag stattfinden. Die Niederlande haben sich als Gastgeber bereiterklärt. Bis dahin sollen die neuen Verteidigungspläne umgesetzt und die Unterstützung für die Ukraine verstärkt werden.

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