Prinz Harry (41) hat eine Niederlage vor Gericht erlitten. Der britische Royal verlor seinen langjährigen Rechtsstreit gegen den Verlag „Associated Newspapers“, Herausgeber der „Daily Mail“ und der „Mail on Sunday“. Nach einem elfwöchigen Prozess zu Beginn des Jahres entschied das Gericht nun, dass keiner der Kläger die erhobenen Anschuldigungen ausreichend beweisen konnte. Die Kosten des Verfahrens werden auf rund 40 Millionen US-Dollar geschätzt.
Prominente Kläger und ihre Vorwürfe
Harry gehörte zu einer Gruppe prominenter Kläger, die im Jahr 2022 Klage gegen den Verlag Associated Newspapers eingereicht hatten. Neben dem Herzog von Sussex beteiligten sich auch Elton John (79), David Furnish (63) und die Schauspielerinnen Elizabeth Hurley (61) und Sadie Frost (61). Die Kläger warfen den Zeitungen vor, über Jahre hinweg rechtswidrige Methoden zur Informationsbeschaffung eingesetzt zu haben. Unter anderem behaupteten sie, Journalisten hätten Mobiltelefone gehackt, Festnetzanschlüsse abgehört sowie Häuser und Fahrzeuge verwanzt. Auch soll das Unternehmen „Associated Newspapers Ltd.“ Privatdetektive angeheuert haben.
Harrys Aufenthalt in London
Ausgerechnet in der Woche des Urteils hält sich Prinz Harry im Vereinigten Königreich auf. Anlass ist der einjährige Countdown bis zu den nächsten Invictus Games, dem von ihm gegründeten internationalen Sportturnier für verwundete und erkrankte Soldatinnen und Soldaten sowie Veteraninnen und Veteranen. Die Spiele sollen im Juli 2027 in Birmingham stattfinden.
Harrys juristische Auseinandersetzungen mit Medien
Der Prozess reiht sich in Harrys langjährigen juristischen Kampf gegen britische Medien ein. Bereits zuvor hatte er gegen „Mirror Group Newspapers“ wegen rechtswidriger Informationsbeschaffung geklagt und dabei einen Teilerfolg erzielt, bevor sich beide Seiten einigten. Auch gegen „News Group Newspapers“ führte er ein Verfahren wegen ähnlicher Vorwürfe, das schließlich außergerichtlich beigelegt wurde. Im Jahr 2022 verklagte Harry zudem Associated Newspapers wegen Verleumdung im Zusammenhang mit einem Artikel über seinen Rechtsstreit mit der britischen Regierung. Diese Klage zog er später zurück. Den Rechtsstreit gegen die Regierung über seine staatlichen Sicherheitsvorkehrungen verlor er ebenfalls.



