US-Außenminister Marco Rubio hat die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran mit einer „wirtschaftlichen Atomwaffe“ verglichen. In einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News erklärte Rubio, der Iran versuche damit, die gesamte Region zu dominieren. Die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge sei ein klares Zeichen dafür, dass die Machthaber in Teheran keine Atomwaffen besitzen dürften. „Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie gegen die Welt einzusetzen versuchen – und sie geben damit noch an“, sagte Rubio.
Rubio warnt vor Geiselnahme der Region
„Stellen Sie sich vor, wenn diese Leute Zugriff auf eine echte Atomwaffe hätten, dann würden sie die ganze Region zur Geisel nehmen“, fügte der Außenminister hinzu, der auch als Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump fungiert. Auf die Frage, wie Trump reagieren würde, falls Teheran weiterhin nicht zu Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm bereit sei, wollte sich Rubio nicht konkret äußern.
Hintergrund des Konflikts
Die Verhinderung eines iranischen Atomwaffenbaus war eines der Hauptziele des aktuellen Krieges sowie der US-Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen im vergangenen Juni. Der Iran blockiert seit rund zwei Monaten, dem Beginn des Krieges, die Straße von Hormus weitgehend für die Schifffahrt. Durch diese Meerenge wird ein Großteil der globalen Rohöl- und Flüssiggaslieferungen transportiert. Die Blockade hat zu einem deutlichen Anstieg der Weltmarktpreise für Öl und Gas geführt.
Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um der Führung in Teheran die Einnahmen aus dem Ölexport zu entziehen. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und stellt die wichtigste Seeroute in den Indischen Ozean dar. Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Konfliktlösung sind ins Stocken geraten.



