G7-Treffen: US-Außenminister Rubio zeigt Europa mit frostiger Haltung die kalte Schulter
Rubio zeigt Europa beim G7-Treffen die kalte Schulter

Frostige Atmosphäre beim G7-Außenministertreffen in Frankreich

In Vaux-de-Cernay bei Paris herrschte während des Treffens der G7-Außenminister eine eisige Stimmung. Der US-Außenminister Marco Rubio, 54 Jahre alt, traf mit einem Tag Verspätung ein und übermittelte eine unmissverständliche Botschaft an die europäischen Partner. "Ich bin nicht da, um Sie glücklich zu machen", erklärte Rubio vor seiner Reise. Er betonte, dass seine Loyalität ausschließlich den Menschen in den Vereinigten Staaten gelte, für die er arbeite, und nicht Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Japan.

Hintergrund: Spannungen nach Trumps Kritik an Deutschland

Rubio kam direkt aus einer Kabinettssitzung mit US-Präsident Donald Trump, 79, der zuvor Bundeskanzler Friedrich Merz, 70, von der CDU kritisiert hatte. Der Grund für Trumps Ärger war Merz' Ablehnung einer Unterstützung im Irankrieg. Diese Vorgeschichte belastete das Treffen erheblich und führte zu einer angespannten Atmosphäre.

Deutschlands Versuche, die Beziehungen zu kitten

Am Freitag in Frankreich versuchte der deutsche Außenminister Johann Wadephul, 63, von der CDU, vorsichtig Schadensbegrenzung zu betreiben. "Ich konnte mit dem Kollegen Rubio schon ein erstes Gespräch am Rande der Beratung führen", hob Wadephul hervor. Allerdings wurde dieses Gespräch von US-Seite nicht einmal als offizielles "pull-aside"-Treffen registriert, wie aus Informationen der BILD hervorgeht.

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Wadephul betonte weiterhin, dass Deutschland bereit sei, nach Beendigung der Kampfhandlungen eine Rolle bei der Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu übernehmen. Diese Aussage wurde jedoch als warme Worte ohne substanzielle neue Botschaft gewertet – eine reine Nebelkerze in den diplomatischen Verhandlungen.

Fehlende vertrauliche Gespräche und Warnungen zur Ukraine

Ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch zwischen Wadephul und Rubio fand nicht statt. Rubio traf sich lediglich mit dem Gastgeber, Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot, 42, zu einem kurzen Zweier-Gespräch, das eher als Akt der Höflichkeit denn als inhaltlicher Austausch angesehen wurde.

Wadephul warnte eindringlich davor, dass die Unterstützung für die Ukraine aufgrund des Irankriegs weiter bröckeln könnte. "Es darf keine Abstriche geben, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht", sagte er nach den G7-Gesprächen. Zumindest in diesem Punkt gab es einen Hauch von Hoffnung: Rubio bekräftigte später auf X, dass Präsident Trump sich für einen schnellstmöglichen Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung im Krieg zwischen Russland und der Ukraine einsetze.

Fazit: Diplomatische Kälte und ungelöste Spannungen

Das G7-Treffen endete mit klaren Signalen der Distanz von Seiten der USA. Rubios frostige Haltung und die fehlenden vertraulichen Gespräche unterstreichen die anhaltenden Spannungen in den transatlantischen Beziehungen. Während Deutschland versuchte, Brücken zu bauen, blieb die US-Politik unnachgiebig und fokussiert auf innenpolitische Prioritäten.

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