Serienmörder von Long Island zu lebenslanger Haft verurteilt
Serienmörder von Long Island: Lebenslänglich für Architekt

Lebenslange Haft für Serienmörder von Long Island

Nach jahrelangen Ermittlungen ist der 62-jährige Architekt Rex H. wegen der Ermordung von acht Frauen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne Chance auf Bewährung verurteilt worden. Richter Timothy Mazzei verkündete das Urteil in Riverhead auf Long Island. Eine vorzeitige Freilassung des Täters wurde ausgeschlossen.

Rex H. hatte im April zugegeben, jahrzehntelang ein Doppelleben geführt zu haben. Als Familienvater pendelte er aus einem Vorort auf Long Island nach New York City, wo er als Architekt erfolgreich war. Wenn seine Frau verreist war, engagierte er Sexarbeiterinnen, die er dann erwürgte und ihre Leichen auf Long Island ablegte. Er gestand, zwischen 1993 und 2010 sieben Frauen entführt, gefoltert und getötet zu haben. Zudem räumte er die Tötung einer achten Frau ein, die ihm bis dahin nicht zur Last gelegt worden war.

Die Gilgo-Beach-Morde

Die sogenannten Gilgo-Beach-Morde hatten in den USA ab 2010 für Aufsehen gesorgt. An einer Schnellstraße nahe dem Strand an der Südküste von Long Island wurden damals die sterblichen Überreste von insgesamt elf Mordopfern entdeckt – neun Frauen, ein Mann und ein Mädchen. Die Frauen waren überwiegend als Sexarbeiterinnen tätig gewesen. Die Morde dienten als Grundlage für den Film „Lost Girls“ aus dem Jahr 2020.

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Nach den Leichenfunden tappten die Ermittler mehr als zehn Jahre lang im Dunkeln. Im Juli 2023 wurde Rex H. vor seinem Büro in Manhattan festgenommen. Die Polizei fand heraus, dass eines der Opfer in einem Fahrzeug gesehen worden war, das auf den Verdächtigen eingetragen war. Der Architekt plädierte zunächst auf nicht schuldig.

Die Ermittlungen

Die Polizei wertete umfassende Handydaten aus und konnte aufgrund neuer DNA-Tests an den Leichen gefundene Haare H. zuordnen. Der zweifache Vater suchte im Internet zudem Hunderte Male nach den Ermittlungen und stellte Fragen wie: „Warum wurde der Long-Island-Serienkiller nicht gefasst?“ Die Ermittler fanden außerdem heraus, dass seine Ehefrau stets verreist war, als sich die Morde ereigneten. Unter der Last der Indizien legte er ein Geständnis ab.

Der Fall wird auch als „Das Monster von nebenan“ bezeichnet. Lesen Sie hier mehr zu dem „Dünenkiller“-Fall.

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