Shakira wehrt sich gegen gefälschte Wahlkampfbilder in Kolumbien
Shakira wehrt sich gegen gefälschte Wahlkampfbilder

Politikerinnen und Politiker setzen im Wahlkampf gern auf prominente Unterstützung. Mal zeigen sie sich bei Veranstaltungen oder online mit Prominenten, wie etwa Heidi Reichinnek, die Rapperin Ikkimel in ihren Podcast einlud, oder Sahra Wagenknecht, die den Rapper Finch zu Gast hatte. In anderen Fällen kommt die Hilfe ungefragt, wie bei Charli xcx für Kamala Harris. Und manchmal wird der Promi-Support schlicht herbeifantasiert – so geschehen in Kolumbien.

Gefälschte Bilder mit Shakira im Umlauf

Dort kursieren im Präsidentschaftswahlkampf auf Social Media Bildmontagen, die Shakira, 49, an der Seite des linken Kandidaten Iván Cepeda und seiner Vizekandidatin Aida Quilcué zeigen. Nun hat sich die Sängerin gegen die politische Vereinnahmung gewehrt: „Die Bilder, die im Umlauf sind und mich als Unterstützerin von Präsidentschaftskandidaten zeigen, sind gefälscht“, teilte sie dem Magazin „Billboard“ mit. Sie habe niemandem erlaubt, ihre Bilder für Wahlwerbung zu nutzen.

Keine Distanzierung der Kandidaten

Verbreitet haben die Kampagne nicht die offiziellen Kanäle der Kandidaten, sondern Fan-Accounts aus deren politischem Umfeld. Eine klare Distanzierung von der unautorisierten Nutzung der Bilder blieb jedoch aus. Die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien fand am 31. Mai statt. Dabei kam der rechte Kandidat Abelardo de la Espriella auf rund 43,7 Prozent und Iván Cepeda auf rund 41 Prozent der Stimmen. Weil keiner der beiden die absolute Mehrheit erreichte, geht es für die Kandidaten am 21. Juni in die Stichwahl. Diese wird entscheiden, wer auf den linken Präsidenten Gustavo Petro folgen wird.

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Nicht der erste Versuch der Instrumentalisierung

Tatsächlich ist es nicht der erste Versuch, Shakira für den Wahlkampf zu instrumentalisieren. Anfang des Jahres kursierten Berichte, die ihr eine Verwandtschaft zu Cepeda andichteten. Nun machte die Künstlerin deutlich: Sie unterstütze „keinen Kandidaten“. „Meine Verpflichtung gilt Kolumbien, seiner Demokratie und dem Recht jedes Kolumbianers, frei zu wählen.“ Sie wünsche sich, „dass diese Wahlen transparent und in einem friedlichen Umfeld für alle Kolumbianer ablaufen.“

Shakira zog in jungen Jahren von Kolumbien in die USA und lebte zwischenzeitlich in Barcelona. Zurück in Amerika sprach sie sich wiederholt gegen die einwanderungsfeindliche Politik von Donald Trumps Regierung aus und rief zum Zusammenhalt innerhalb der kolumbianischen Gesellschaft auf.

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