Deutschland scheitert bei UN-Sicherheitsrat: Wer ist schuld?
Deutschland scheitert bei UN-Sicherheitsrat: Wer ist schuld?

Deutschland hat bei der Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat eine herbe Niederlage erlitten. Zum ersten Mal scheiterte die Bundesrepublik mit ihrer Kandidatur – eine Blamage für die Bundesregierung und ein Sinnbild für den Bedeutungsverlust Berlins in der Welt. Die Frage nach der Schuld drängt sich auf.

Schwarz-Rot zu spät aktiv?

Die Regierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte sich erst spät intensiv um den Sitz bemüht. Wadephul warb in New York, doch das reichte nicht. Deutschland unterlag gegen Portugal und Österreich. Merz sprach von einer Niederlage, Wadephul von einer „herben Schlappe“ – persönliche Konsequenzen schloss er aus.

Doch der außenpolitische Experte Wolfgang Ischinger betont: Die entscheidenden Fehler wurden lange vor der Amtszeit von Schwarz-Rot gemacht. Die Bewerbung erfolgte schon vor Jahren, doch das Auswärtige Amt habe zu wenig getan, um Unterstützung zu mobilisieren.

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Ampel-Ära: Baerbocks fatale Fehler

Die Kernfehler fallen in die Zeit der Ampel-Regierung (2021–2025). Annalena Baerbock (Grüne) legte mit ihrer „feministischen Außenpolitik“ den Grundstein für Misstrauen. Ein hochrangiger Diplomat berichtet, dass diese Politik Deutschland vor allem bei afrikanischen Staaten „lächerlich“ gemacht habe. Die Ignoranz gegenüber Protestbriefen aus Botswana und Namibia verschärfte die Lage. Namibias Ex-Vize-Umweltministerin Heather Sibungo sagt: „Hier spricht kaum jemand positiv über Deutschland.“

Baerbocks umstrittener Weg zur Präsidentin der UN-Generalversammlung verschlechterte die Stimmung zusätzlich. Ein AA-Beamter wirft ihr vor, eine hochverdiente Diplomatin „eiskalt abserviert“ zu haben – ein Tabubruch in diplomatischen Kreisen. Zudem sei es ihr stets zu sehr um „Selfies und sich selbst“ gegangen.

Folgen für Deutschlands Ansehen

Die Niederlage ist mehr als eine Blamage: Sie zeigt, dass Deutschlands Einfluss schwindet. Afrikanische Staaten, die bei der UN-Wahl wichtig sind, haben sich möglicherweise gerächt. Sogar Österreich übt hinter vorgehaltener Hand Kritik: Die Niederlage sei selbst verschuldet, gehe auf Baerbock zurück. Deutschland muss nun langfristig an seinem internationalen Ansehen arbeiten.

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