Trump drängt auf Putin-Selenskyj-Treffen – Nato sichert Ukraine 70 Milliarden Euro zu
Trump drängt auf Putin-Selenskyj-Treffen – Nato sichert Ukraine 70 Mrd. Euro zu

US-Präsident Donald Trump hat sich beim Nato-Gipfel in Ankara für ein direktes Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgesprochen. Er lehnte Moskau als Ort jedoch ab. Gleichzeitig sicherten die Nato-Staaten der Ukraine für das Jahr 2026 Militärhilfen in Höhe von 70 Milliarden Euro zu.

Trump lehnt Moskau als Treffpunkt ab

Trump sagte, er sähe es gerne, wenn sich Putin und Selenskyj zusammensetzten. Darüber habe er mit Putin bereits gesprochen. Dieser habe sich offen für ein Treffen in Moskau gezeigt. Das habe er, Trump, aber im Namen von Selenskyj abgelehnt. Bei einem bilateralen Gespräch mit Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels fragte Trump ihn, ob er für eine Reise nach Moskau offen sei. Selenskyj scherzte: „Es ist gefährlich, weil dort viele ukrainische Drohnen sind.“

Nato-Gipfel sagt Ukraine 70 Milliarden Euro zu

Die von Russland angegriffene Ukraine erhielt beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen. Für 2026 sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der Gipfelerklärung hervorgeht. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte: „Russland hat keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen. Sie werden die Kriegsziele nicht erreichen.“

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Russland verhängt Exportverbot für Diesel

Russland verhängt ein Exportverbot für Diesel und beginnt mit dem Import von Kraftstoff, um Engpässe im Inland zu bekämpfen. Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak erklärte, wegen Terrorangriffen auf Energieanlagen seien einige Raffinerien beschädigt und die Benzinproduktion gedrosselt worden. Die Lage an den Tankstellen sei angespannt. Die Ukraine hat verstärkt die russische Ölindustrie ins Visier genommen.

Trump kündigt Patriot-Lizenz und Telefonat mit Putin an

Trump will der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Abwehrraketen erteilen. Darüber sprach er mit Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels. Zudem kündigte Trump ein Telefonat mit Putin an. Putin wünsche sich ein Treffen in Moskau, sagte Trump. Er hoffe auf ein baldiges Treffen. Nach Trumps Einschätzung ändern sich Putins Bedingungen für ein Ende des Krieges. Die USA arbeiten laut Trump an einer Sicherheitsgarantie für die Ukraine.

Tote durch russische Drohnenangriffe in Kiew

In Kiew sind durch russische Drohnenangriffe mindestens drei Menschen getötet und zehn verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Am Ostufer der Stadt gab es Einschläge in ein Hochhaus und unweit einer Gasverteilstation. Bereits in der Nacht wurde die Stadt mit ballistischen Raketen angegriffen. Am Mittwoch herrschte mehr als sechs Stunden Luftalarm.

EU-Parlament kritisiert Selenskyj im Streit mit Polen

Das Europaparlament kritisierte Selenskyj für die Benennung einer Armee-Einheit, die zum Konflikt mit Polen führte. Die Abgeordneten bezeichneten das Vorgehen in einem Beschluss als „unnötige und unprovozierte Eskalation“. Der Beschluss wurde mit 460 Ja-Stimmen, 136 Nein-Stimmen und 59 Enthaltungen angenommen.

Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölraffinerien und Flugplatz

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben zwei russische Ölraffinerien in den Regionen Saratow und Tatarstan sowie einen Flugplatz in der Region Woronesch getroffen. In der Anlage in Saratow sowie in der TAIF-NK-Raffinerie in Nischnekamsk seien Brände ausgebrochen. Zudem hätten Drohnen den Ölkomplex Taneco getroffen. In Saratow wurde nach Angaben von Gouverneur Roman Bussargin ein Mann getötet.

Ukraine greift russische Schattenflotte an

Das ukrainische Militär hat neun Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen. Die Zahl der erfolgreichen Angriffe auf diese Schiffe in den vergangenen 72 Stunden steige damit auf 19, teilte Kommandeur Robert Browdi mit. Der Gouverneur der Region Rostow bestätigte Schäden an zwei Schiffen, die leer gewesen seien. Zwei Seeleute wurden verletzt.

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Kreml: Türkei soll Ukraine von Angriffen auf Energieanlagen abbringen

Der Kreml forderte die Türkei und andere Staaten auf, ihren Einfluss zu nutzen, um die Ukraine von Angriffen auf Energieinfrastruktur abzubringen. Russland wirft der Ukraine vor, die Gazprom-Pumpstation Krasnodarskaja angegriffen zu haben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete den Angriff als „sehr gefährlich“.

Frederiksen: Werden jeden Zentimeter der Nato verteidigen

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen betonte nach erneuten Äußerungen Trumps zu Grönland die Verteidigungsbereitschaft ihres Landes. Dänemark sei bereit, „jeden Zentimeter der Nato zu verteidigen, einschließlich unseres eigenen Territoriums“, sagte sie in Ankara. Grönland stehe nicht zum Verkauf.

Pistorius: Verhandlungen über Tomahawk-Kauf

Verteidigungsminister Boris Pistorius führt nach eigenen Worten produktive Gespräche mit den USA über den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern. Er sei optimistisch, dass der Kauf zustande kommen könne, sagte er im Deutschlandfunk.

Selenskyj kämpferisch vor Treffen mit Trump

Selenskyj zeigte sich vor dem Treffen mit Trump in „kämpferischer“ Stimmung. „Bei Präsident Trump muss man immer kämpferisch sein“, sagte er zu Journalisten. Kiew erwartet neue Zusagen für Patriot-Flugabwehrraketen und drängt auf eine Lizenz zur Produktion in Europa oder der Ukraine.

IOC hebt Sanktionen gegen Russland vorerst auf

Das IOC hob die Sanktionen gegen russische Sportler weitgehend auf. Die Beschränkungen für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben seien außer Kraft gesetzt, entschied die Spitze des IOC. Ob russische Athleten bei den Sommerspielen 2028 mit eigener Flagge starten dürfen, soll später entschieden werden. Die Ukraine verurteilte die Entscheidung als „beunruhigendes Signal“.